Wer heute neu baut, findet die Küche nicht mehr unbedingt mit einem eigenen Raum im Grundriss wieder. In circa 90 Prozent der Neubauten werden heute offene Küchen geplant, sagt Volker Irle, Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft Die Moderne Küche.
Dabei sind die Küchen so in den Wohnraum integriert, dass sie oftmals schon gar nicht mehr als Extrabereich in den Plänen wahrnehmbar sind.
Das verändere aktuell auch das Küchendesign, sagte Irle auf einer Pressekonferenz in Köln.
Küchenmöbel sind zu Designobjekten geworden – sie müssen also vermehrt auch optisch etwas hermachen oder sich im Wohnraum unter den üblichen Möbeln integrieren. Wie für ein Teil des üblichen Wohnmobiliars sei daher zurzeit ein dunkles Grau im Trend. Außerdem wirkten die Oberflächen durch eine matte Gestaltung zurückhaltender.
Ein neuer Trend sind sogenannte Pocketdoors-Türen. Diese Einschubtüren sind so konzipiert, dass sie lautlos in den Seiten des Schrankes verschwinden und nach dem Öffnen nicht mehr im Weg sind.
Damit lassen sich auch bisher offen stehende Arbeitsflächen und Regale bei Bedarf schließen und werden zu versteckter Stauraumfläche für herumstehende kleine Geräte oder Küchenutensilien.