Finnland liegt sehr hoch im Norden: Die Hauptstadt Helsinki befindet sich zwar auf dem gleichen Breitengrad wie Stockholm – aber in Helsinki fängt Finnland erst an. Je weiter man nach Norden kommt, desto kürzer und heller sind die Sommernächte. Das Mittsommerfest Juhannus am Wochenende um den 24. Juni ist hier fast wichtiger als Weihnachten. Zu dieser Zeit geht die Sonne an einigen Orten mehrere Wochen lang nicht unter. Im Mittelpunkt der Feierlichkeiten steht das „Mökki“, das Sommerhaus, am liebsten an einem See oder auf einer der unzähligen Schären. Die Stille und Einsamkeit im Mökki werden erst durch einen Kontrast so richtig schön: Deswegen gibt es besonders in der Sommerzeit viele Open-Air-Konzerte und Festivals.
Ob Mökki-Urlaub oder eine Festival-Rundfahrt: Am besten erkundet man die finnische Sommervielfalt mit dem eigenen Auto. Dies geht bequem mit der Anreise per Fähre. Die Reederei Finnlines etwa befördert täglich Passagiere von Travemünde nach Helsinki. Die Schiffe bieten gemütliche Kabinen, ein Kinderspielzimmer gibt es ebenso wie eine Teenager-Lounge. Der besondere Vorteil einer Anreise per Pkw oder Wohnmobil: Man kann so viel mitnehmen, wie man mag, denn auf einer Fähre gibt es keine Gepäckbeschränkung. Während des Aufenthalts im Mökki sammeln die Finnen im Übrigen Beeren oder Pilze. Gekocht und gegessen wird ebenfalls draußen, ganz einfach, aber frisch und köstlich. Schon lange vor dem Trend der Slow-Food-Bewegung widmeten sich die Finnen dem Verzehr naturbelassener und regionaler Nahrungsmittel. Urlauber können im Sommer an dieser Tradition teilhaben. Die Zutaten aus der Natur werden auf traditionelle Weise zubereitet und die Rezepte von einer Generation an die nächste weitergegeben. djd