Zu wenig Wohnungsbau

von Redaktion

Die Branche zeigt sich sehr besorgt

Trotz Wohnungsnot in Ballungsräumen sind im ersten Quartal 2019 weniger neue Wohnungen bewilligt worden. Von Januar bis einschließlich März wurde der Neubau von 75628 Wohnungen genehmigt, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Das waren knapp 2200 Einheiten weniger als im Vorjahreszeitraum (minus 2,8 Prozent).

Eine Steigerung gab es nur in der Kategorie der Einfamilienhäuser mit 2,3 Prozent auf 21228 Bauvorhaben. Bei alle übrigen Gebäudearten einschließlich Mehrfamilienhäusern (minus 4,4 Prozent auf 37649 Projekte) registrierten die Statistiker Rückgänge.

„Der Wohnungsmangel in Deutschland wird zur Dauersituation“, warnte der Präsident des Spitzenverbandes der Wohnungswirtschaft (GdW), Axel Gedaschko. „Von den jährlich notwendigen neuen Wohnungen bleiben wir meilenweit entfernt.“

Um die große Nachfrage zu decken, müssen nach Einschätzung von Politik und Bauwirtschaft in Deutschland jährlich 350000 bis 400000 Wohnungen entstehen. 2018 wurde der Neubau von knapp 302800 Wohnungen in Wohngebäuden genehmigt.

Inklusive Nichtwohngebäuden gab es gut 347000 Genehmigungen. Nach Ansicht der Branche bremsen langwierige Genehmigungsverfahren und Bürokratie den Wohnungsbau.

Zudem seien Handwerker oft auf Monate ausgebucht.

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