Eisenbahn: So viel Raum gäb’s für Wohnungen

von Redaktion

Eine Fläche ungefähr in der Größe von 22 Fußballfeldern im Bundeseisenbahnvermögen wäre für den Wohnungsbau geeignet. In Zahlen: Knapp 155000 Quadratmeter an unbebauten Grundstücken käme infrage, wie aus einer Auskunft des Bundesverkehrsministeriums an den CDU-Bundestagsabgeordneten Kai Wegner hervorgeht, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

Das Eisenbahnvermögen ist eine Bundeseinrichtung, die unter anderem Grundstücke verwaltet, die nicht mehr von der Deutschen Bahn genutzt werden. Das Bundesverkehrsministerium setzt sich nach eigenen Angaben für den verbilligten Verkauf von Grundstücken an Kommunen als Bauland für preisgünstige Wohnungen ein. Hierzu liefen aktuell noch Gespräche mit dem Finanzministerium.

„An der Schaffung von neuem Wohnraum muss der Bund auch über die bundeseigenen Unternehmen mitwirken“, forderte Wegner, der auch baupolitischer Sprecher der Unionsfraktion ist. „Bei Veräußerungen aus diesem bundeseigenen Grundstücksbestand sollten Preisnachlässe gewährt werden. Bedingung muss sein, dass auf den Flächen Wohnungen im bezahlbaren Preissegment entstehen.“

Auch die Deutsche Bahn verfügt noch über ungenutzte Grundstücke. „Wir sind dann immer mit den jeweiligen Kommunen in Kontakt, um eine Weiterentwicklung der Flächen zu besprechen, wozu auch eine Wohnbebauung zählen kann“, sagte ein Sprecher auf Anfrage, ohne allerdings Angaben zur Größe der Flächen zu machen.

Auf der Homepage des Bundeseisenbahnvermögens www.bev.bund.de kann man nachlesen, dass ein „Immobilienpaket im Wert von 6,7 Milliarden Euro im Eigentum des Bundeseisenbahnvermögens verblieben“ ist. Es wird durch eine Verwertungsgesellschaft verwaltet. Zu den Immobilien zählten überwiegend ehemalige Empfangsgebäude, Betriebs- und Ausbesserungswerke, Büro- und Verwaltungsgebäude sowie Bahnhofs-Areale, die für den Bahnbetrieb nicht mehr erforderlich waren.

Weiterhin gibt es Wohnimmobilien, Sport- und Freizeitflächen, Eisenbahnlandwirtschaft, die Verwaltungsstelle des ehemaligen Reichseisenbahnvermögens, die Fachhochschule des Bundes in Mainz sowie einzelne Liegenschaften.

Die meisten Wohnungen wurden an die Eisenbahnwohngesellschaften verkauft.

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