Sicher vor Feuchteschäden

von Redaktion

Schimmel vorbeugen und Wert erhalten

Jede dritte bis vierte Wohnung in Deutschland ist oder war schon einmal von Feuchteschäden betroffen. Dies sind Einschätzungen der Fachleute des Umweltbundesamtes (UBA). Unangenehme Folge kann die gefürchtete Schimmelbildung sein, welche nicht nur die Gesundheit der Bewohner gefährdet, sondern auch die Bausubstanz schädigt und den Wert der Immobilie schmälert.

Kein Entweichen für Luftfeuchte

Die zunehmende Schimmelpilzbildung in deutschen Häusern und Wohnungen hat ihre Ursache meist in den hohen energetischen Anforderungen an Immobilien, die praktisch luftdicht verpackte Gebäudehüllen fordern. Dies spart zwar Heizkosten, aber gleichzeitig kann kein Luftaustausch über kleine Undichtigkeiten in Fugen und Mauerwerk stattfinden. „Die Feuchtigkeit aus der Raumluft kann nicht mehr entweichen, setzt sich beispielsweise an den Wänden ab und bietet dort ideale Nistbedingungen für Schimmelpilzsporen“, erklärt Dr. Lothar Breidenbach, Geschäftsführer Technik des Bundesverbandes der Deutschen Heizungsindustrie (BDH) e.V. Schimmel breitet sich vor allem dort aus, wo keine Luft zirkuliert: hinter Schränken und Vorhängen sowie unter Wand- und Fußbodenbelägen. Erhöhte Luftfeuchte entsteht zudem beim Waschen oder Duschen. Selbst im Schlaf sondert der Mensch durchschnittlich einen halben Liter Schweiß ab.

Automatischer Luftaustausch

Eine kontrollierte Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung führt aktiv die feuchte Luft mit ihren Schadstoffen nach außen ab. So verhindert sie die Entstehung von Bauschimmel. Die Wohnungslüftung ist inzwischen zum Standard in modernen Energieeffizienzbauten geworden. Lüftungssysteme arbeiten heute mit intelligenten Sensoren, die sofort erkennen, wenn die Luftfeuchtigkeit im Raum steigt. Sie stellen somit automatisch ein ausgeglichenes Wohnklima sicher. Auch die Energiebilanz eines Gebäudes wird durch eine automatische Lüftungslösung optimiert. Dies führt zu verringerten Heizkosten.

Unter www.wohnungslueftung.de gibt es weitere Tipps zur Verhinderung von Schimmel. Menschen in feuchten oder von Schimmel befallenen Gebäuden tragen ein bis zu 75 Prozent höheres Risiko, an Allergien, Atemwegsbeschwerden oder Asthma zu erkranken.

Hinzu kommt der oftmals unterschätzte Wertverlust einer Immobilie durch eine zu hohe Innenraumfeuchte. Werden Feuchteschäden nicht effektiv beseitigt, kann eine Sanierung sehr teuer werden. djd

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