Ein Vierteljahrtausend ist es bald her, da wurde eine Ikone geboren: Am 14. September jährt sich der 250. Geburtstag von Alexander von Humboldt. Der Berliner Wissenschaftler setzte als Naturkundler, Geograf und Diplomat Meilensteine. Vor allem mit seiner großen Amerika-Reise begeisterte er Zeitgenossen und inspiriert noch heute Romane, Filme, Künstler und Urlauber.
Städte-Begegnung im Humboldt-Jahr
Auch wenn es den Entdecker hinaus in die Welt zog, das Zuhause Humboldts war Berlin. Die deutsche Hauptstadt ist als sein Geburts-, Wohn- und Sterbeort eng mit ihm verwoben, sodass Besucher der Stadt gerade jetzt viel über den berühmten Bürger erfahren können. Ein offizielles Geburtstagsfest veranstaltet das Humboldt Forum am 14. und 15. September im Berliner Stadtschloss – Künstler aus allen Erdteilen, die das Genie einst bereiste, präsentieren ihre Werke und Performances, halten Vorträge und laden zu Diskussionen ein.
Wer sich zu den Reisen Humboldts aus erster Hand informieren möchte, ist in der Berliner Staatsbibliothek richtig: Sie zeigt von 13. bis 15. September in einer Sonderausstellung die original Tagebücher der großen Amerika-Reise. Der Geschichte des Forschers lässt sich aber auch weniger wissenschaftlich begegnen, etwa im Musical „Humboldt!“. Das Arrangement von Thomas Zaufke wird ab 12. und bis 15. September täglich im Berliner Fontanehaus gegeben.
Teneriffa entdecken
Für seine große Forschungsreise nach Amerika bereitete sich Humboldt 1799 auf Teneriffa vor und vertiefte dort seine Vulkanologie-Kenntnisse. Seine Dokumentationen über die Beschaffenheit der Insel füllten ganze Bücher.
Reisende können sich von diesem Urteil selbst überzeugen – immer mittwochs startet der Reiseveranstalter FTI einen Aktivausflug „Humboldt Weg + Orotava“. Über die Pfade, die der Forscher vor Jahrhunderten beschritt, wandern die Teilnehmer bei dieser Halbtagestour etwa zweieinhalb Stunden durch die beeindruckende Naturkulisse des Teide Nationalparks bis nach La Orotava.
Anschließend spaziert die Gruppe mit Guide durch die Gassen und historischen Plätze der „Perle im Norden Teneriffas“ und genießt auch den Mirador Humboldt, ein Aussichtspunkt, der neben einer lebensgroßen Statue des Forschers ein wunderbares Panorama über die Insel eröffnet.
Kolumbien
und Ecuador
Humboldts große Amerika-Reise war in drei Abschnitte gegliedert – eine Amazonas-Expedition mit Schwerpunkt im heutigen Venezuela, eine Anden-Expedition von Kolumbien über Ecuador bis nach Peru mit speziellem Fokus auf Vulkane sowie eine nördlichere Expedition mit Stationen in Mexiko, auf Kuba und in den USA, wo er unter anderem Meeresströmungen untersuchte.
Die längste Zeit verwendete er dabei auf die zweite Expedition, die auf Reisende noch heute unveränderte Faszination ausübt.
Bei der 17-tägigen FTI-Tour „Kolumbien – Feurige Schönheit“ etwa erkunden die Teilnehmer wie damals Humboldt die Hauptstadt Bogotá, die Anden, die am Nationalpark Purace gelegene „weiße Stadt“ Popayán und den fröhlich bunten, karibischen Küstenort Cartagena.
Exotische Karibikinsel Kuba
Auf Kuba verbrachte Humboldt im Rahmen der dritten Etappe seiner Amerika-Reise knapp ein Jahr. Ein Nationalpark sowie zahlreiche Straßen und Denkmäler sind heute nach ihm benannt. In der UNESCO-Weltkulturerbe-Stadt Havanna, die im November 2019 ihren 500. Geburtstag feiert, können Reisende in der Casa Museo Humboldt in einer Dauerausstellung mehr über seinen Aufenthalt, seine Erkenntnisse und Impressionen erfahren.FTI-Touristik