Zwei alte Bekannte, aber keine Derbys

von Redaktion

Das sind die elf Gegner der Starbulls in der Saison 2019/20: Deggendorf und Füssen wieder dabei

Dank dem geregelten Aufstieg tauchen wieder neue Gesichter in der Oberliga Süd auf. Deggendorf stieg bekanntlich 2018 in die DEL2 auf, konnte sich dort aber nicht halten. Aus der Bayernliga kommt ein alter Bekannter nach oben, mit dem die Starbulls vor dem Zweitliga-Aufstieg zuletzt in der Saison 2009/10 die Klingen kreuzten: der EV Füssen. Zwei Rosenheimer Derby-Gegner sind leider nicht mehr in der Liga; während man den Abstieg der Waldkraiburger Löwen trotz der geografischen Nähe verschmerzen kann, gehen mit dem Landshuter Aufstieg den Starbulls die lukrativsten Derbys der letzten zehn Jahre verloren.

Ein bisschen dürften sich die Kräfteverhältnisse im Vergleich zur vergangenen Saison verschoben haben. Topfavorit bei vielen Experten wie im Vorjahr sind die Starbulls sicher nicht mehr, eher muss man sie wohl ins Verfolgerfeld hinter den Besten des Vorjahres, Regensburg und Peiting, einreihen. In etwa gleichauf mit Absteiger Deggendorf, dem letztjährigen „Sonderfall“ Riessersee und den schwer einzuschätzenden Selber Löwen.

In diese Gruppe vorzustoßen, kann man von den „Hinterbänklern“ wohl am ehesten Memmingen und Weiden zutrauen, während es für Lindau, Höchstadt, Beinahe-Pleiteclub Sonthofen und Aufsteiger Füssen wohl vor allem darum gehen wird, den Klassenerhalt durch Erreichen der Meisterrunde frühzeitig zu sichern.

Die elf Gegner der Starbulls im Einzelnen

Deggendorf Fire: Das Abenteuer „DEL2“ war nur kurz für die Niederbayern: Dem Aufstieg 2018 folgte ein Jahr später der Abstieg. Von Anfang an war man am Tabellenende, Pre-Play-Off-Rang zehn war schon bald außer Reichweite. Im Playoff zeigten sich dann sowohl Bayreuth als auch Freiburg als überlegen. Das Ziel heißt Wiederaufstieg, vier der fünf Topscorer blieben an Bord, und vor allem die Defensive scheint mit den Neuzugängen Zabolotny (im Tor), Pietsch und Pfänder sehr stark. Das Glanzstück dürfte aber der neue Stürmer sein: Der DEL-Meisterstürmer und vielfache Nationalstürmer Thomas Greilinger kehrt in seine Heimat zurück. Allein er sorgt für eine gewisse Euphorie und kann ein Team mitreißen. Toptorjäger gegen die Starbulls: Andreas Gawlik (7), Andrew Schembri (6), Thomas Greilinger (5); Ex-Rosenheimer: keine.

EV Füssen: Einst Jahrzehnte lang das Nonplusultra im deutschen Eishockey, war Füssen zuletzt für vier Jahre in den Niederungen der Bayernliga verschwunden. Zurück in der Oberliga, kann das Ziel des sehr jungen Teams nur lauten: Abstieg vermeiden, Erfahrung sammeln. Nur wenige Spieler haben Oberliga-Erfahrung, doch Schwung und Elan können Erfahrung manchmal durchaus ersetzen. Für die Erfahrung stehen die Neuzugänge Manfred Eichberger und Martin Guth und vor allem der inzwischen 44-jährige Eric Nadeau, in Rosenheims Ober-
liga-Phase von 2004 bis 2010 stets ein unangenehmer Gegner. Ein zweiter alter Bekannter hat leider seine Karriere beendet: Ron Newhook, Rosenheimer Aufstiegsheld von 2010.

Toptorjäger gegen die Starbulls: Eric Nadeau (11), Martin Guth, Manfred Eichberger (je 3); Ex-Rosenheimer: keine.

Höchstadt Alligators: Die Alligators, wieder aufgestiegen nach einem Jahr Bayernliga, schafften im Vorjahr relativ problemlos den Klassenerhalt. In der Vorrunde lief es meist unerwartet gut, in der Meisterrunde dann weniger: Nur fünf Punkte aus 18 Spielen! Leicht dürfte es auch heuer nicht werden. Vor allem die Abwehr scheint nach den Abgängen der Routiniers Nedved und Sikorski sehr dünn besetzt. Auch der Trainer ist neu: Martin Sekera hatte letztes Jahr mit Sonthofen nicht gerade ein erfolgreiches Jahr. Viel wird wieder von den Oldies Petrak und Aab im Sturm abhängen. Toptorjäger gegen die Starbulls: Vitali Aab (2);
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