Papierkram lohnt sich

von Redaktion

Kostenlose Beratung für Pflegende

Häufig scheuen Pflegebedürftige den Papierkram mit der Pflegeversicherung. In der Praxis müssen sich dann meist die pflegenden Angehörigen darum kümmern. Aber auch sie sind gerade zu Beginn selbst Laien auf diesem Gebiet. Deshalb steht auch ihnen die kostenfreie und anbieterneutrale Pflegeberatung zu.

In einem Pflegestützpunkt oder zu Hause können sie sich das Procedere der Begutachtung und die Details der einzelnen Leistungen erläutern lassen. Auch beim Ausfüllen der nötigen Anträge bietet die Pflegeberatung Unterstützung an.

Das können Anträge auf Umbauzuschüsse, auf Kurzzeit- oder Verhinderungspflege sein. Wichtig: Pflegende Angehörige können zwar alles vorbereiten. Doch rechtsverbindliche Entscheidungen für den Pflegebedürftigen dürften sie nur mit dessen gültiger Vollmacht treffen.

In einer Pflegeberatung wird auch auf gesetzgeberische Feinheiten hingewiesen, die mit den einzelnen Leistungen verbunden sind. So kann beispielsweise das Geld der Verhinderungspflege genutzt werden, um eine Ersatzpflegekraft zu finanzieren. Dafür stehen jährlich 1612 Euro zur Verfügung, beziehungsweise 2418 Euro, wenn die Kurzzeitpflege nicht benötigt wird.

Bei der Bezahlung der Ersatzpflegekraft wiederum spielt der Verwandtschaftsgrad eine Rolle. So kann der Nachbar ein höheres Honorar bekommen als ein naher Verwandter. Auch, wenn die komplizierten Regelungen abschreckend wirken können, sollte man nicht auf derartige Leistungen verzichten. Denn sie dienen auch der Entlastung des pflegenden Angehörigen.

Die Pflegeberatung kann so oft in Anspruch genommen werden wie Bedarf besteht. Manches lässt sich telefonisch klären, anderes per E-Mail. Infos findet man in Internet unter www.pflegeberatung.de oder auf der Seite der jeweiligen Pflegekasse. be.p/Uwe Strachovsky

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