Radln in Rosenheim

von Redaktion

Was macht Radfahrern das Leben schwer? Ein Interview

Armin Stiegler von der Initiative „Radentscheid Rosenheim“ setzt sich dafür ein, dass das Radfahren in Rosenheim attraktiver und sicherer wird.

Herr Stiegler, was sind die Hauptprobleme für Radler in Rosenheim?

Hauptproblem ist das Fehlen einer durchgängigen Infrastruktur für Radler gerade entlang der wichtigen Verbindungsstraßen. Radwege gibt es hier nur in Teilabschnitten, sie sind meist zu schmal, werden häufig gefährlich auf einer Höhe mit den Fußgängern geführt oder enden abrupt auf der Fahrbahn. Die Radler sind hier entweder nicht genügend sichtbar für die Autofahrer oder aber sie werden auf enge Schutzstreifen gedrängt, die nicht genügend Abstand zum ruhenden und fließenden Verkehr bieten.

Haben Sie konkrete Verbesserungsvorschläge?

Entlang der Innsbrucker Straße könnten gerade im Bereich südlich der Mangfall ohne großen Umbau Radfahrstreifen auf der Fahrbahn markiert werden. Dazu müsste auf die abschnittsweise Vierspurigkeit der Fahrbahnen verzichtet werden. Generell sind Radfahrstreifen auf der Fahrbahn, wenn sie breit genug angelegt sind, deutlich sicherer als Radwege hinter Bordsteinen und Baumstreifen, wo Radfahrer an Kreuzungen und Einfahrten unvermutet auftauchen.

Gibt es auch schon positive Beispiele?

Gute und fantasievolle Beispiele bilden die neuen Markierungen auf den Einbahnstraßen, etwa Am Nörreut, wo mit Symbolen auf der Fahrbahn verdeutlicht wird, dass Radfahrende in beiden Richtungen unterwegs sind. Diese Markierungen könnten ruhig noch auf andere Einbahnstraßen ausgeweitet werden, wie etwa die Schmettererstraße.

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