Sicher durch die „Waschküche“

von Redaktion

Erhöhte Unfallgefahr bei Regen

Wenn der Himmel seine Schleusen öffnet, heißt es für Autofahrer: aufpassen und Fuß vom Gas nehmen. Zu schlechter Sicht, erhöhter Schleudergefahr und längeren Bremswegen kommt bei höheren Geschwindigkeiten noch das Risiko, die Kontrolle über das Fahrzeug zu verlieren. Die Sachverständigen von Dekra wissen, worauf Autofahrer bei „Waschküchenwetter“ achten sollten.

Schlechte Sicht: Teils drastisch reduzierte Sichtweiten und Gischtwolken anderer Fahrzeuge sorgen für ungünstige Sichtverhältnisse. Deshalb Geschwindigkeit und Abstand zu anderen Fahrzeugen anpassen, Abblendlicht und Scheibenwischer einschalten. Bei Dunkelheit können Lichtreflexe auf der Fahrbahn vor allem bei Gegenlicht zu unübersichtlichen Situationen führen. Hier gilt: kontrolliert und mit genügend Sicherheitspuffer fahren. Wenn es wie aus Kübeln gießt, kann es sogar besser sein, anzuhalten und abzuwarten, bis der Starkregen nachlässt.

Längere Bremswege: Beim Abbremsen auf trockener Fahrbahn braucht ein Pkw bei Tempo 80 rund 31 Meter zum Anhalten. Auf nasser Fahrbahn kann es sein, dass das Fahrzeug je nach Profiltiefe der Reifen aufgrund der geringeren Reibung erst nach 50 Metern oder noch später zum Stillstand kommt. Auch deshalb ist es wichtig, die Geschwindigkeit anzupassen. Ganz besonders gilt dies bei eingeschränkter Sicht.

Aquaplaning: Steht das Wasser auf der Fahrbahn einige Millimeter hoch, zum Beispiel in Spurrinnen, müssen Autofahrer bei höherem Tempo außerdem mit Aquaplaning rechnen. Hierbei bildet sich unter den Vorderrädern ein Wasserkeil, der das Fahrzeug unlenkbar macht. Dieser Effekt kann bei Reifen mit mehr als drei Millimeter Profil schon bei rund 80 Kilometern pro Stunde auftreten. Wenn‘s passiert: vom Gas gehen, Kupplung treten und unbeirrt geradeaus lenken, bis die Reifen wieder greifen.

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