Wenn das Essen geliefert wird

von Redaktion

Ein Bringdienst für Senioren ist eine ideale Unterstützung im Alltag. Es beinhaltet die Lieferung von bereits fertig zubereitete Mahlzeiten bis an die Haustür des Bedürftigen. Ziel ist es, Menschen zu versorgen, die für kurze oder längere Zeit nicht mehr für sich selbst kochen können. Oft kann auch schon der Weg zum Einkaufscenter und das Tragen schwerer Einkaufstaschen beschwerlich oder unmöglich sein. Beim Essen auf Rädern kann zudem auf individuelle Ernährungsformen eingegangen werden: von Schonkost über vegetarische und laktosefreie Mahlzeiten bis hin zu speziell für Diabetiker angefertigte Speisen.

Von Fertiggerichten bis Tiefkühlkost

Manche Anbieter setzen auf Fertiggerichte, die vor dem Transport erhitzt werden und dann bis vor die Tür geliefert werden. Andere Anbieter wiederum arbeiten mit Großküchen zusammen. Auch sie bringen die Speisen bis an die Tür der Senioren, die diese dann vor dem Essen aufwärmen müssen. Neben fertig gekochtem und heißem Essen bieten manche auch tiefgefrorene Gerichte an.

Den richtigen Anbieter finden

Doch wie können Senioren den richtigen Anbieter finden? Interessenten sollten sich vorab über verschiedene Punkte gut informieren. Ist zum Beispiel die Anlieferung im Preis enthalten? Gibt es auch kleine Portionen? Ist eine spezielle Ernährungsform gewährleistet und können die Menüs auf die persönlichen Bedürfnisse abgestimmt werden? Auch sollte das Angebot an Speisen abwechslungsreich sein, um eine einseitige Ernährung zu vermeiden. Auch sollte man bei den Bestellungen flexibel variieren können. Forenbeiträge und Testberichte können hier eine Hilfestellung geben. Eventuell haben Bekannte bereits Erfahrung mit Essen auf Rädern gemacht und können dazu beizutragen, den richtigen Anbieter zu finden. Wichtig ist zudem, langfristige Laufzeiten zu vermeiden. Kürzere Kündigungsfristen können dafür mit etwa höheren Kosten verbunden sein.

Ein Kostenfaktor

Eine Hauptmahlzeit kostet im Durchschnitt ab fünf Euro aufwärts. Spezialkost ist etwas teurer. Die Anlieferung sollte im Preis enthalten sein. Einen Zuschuss vom Sozialamt oder dem Seniorenbüro erhalten in der Regel nur Menschen mit „Mehrbedarf“. Der ist im Sozialgesetzbuch § 30 SGB XII geregelt. Auskunft geben das zuständige Sozial- bzw. Grundsicherungsamt. Ein Essensservice ist eine Entlastung für Senioren und auch für pflegende Angehörige, die dadurch mehr Zeit gewinnen.

Sicherer Alltag

Zudem können Unfälle in der Küche reduziert werden wie etwa das Anlassen des Herdes oder auch Verletzungen beim Hantieren mit scharfen Messern. Ein abwechslungsreiches Angebot kann darüber hinaus auch Fehl- oder Mangelernährung vorbeugen.

Der größte Nachteil ist sicherlich der Kostenfaktor: Fertigmenüs sind in der Regel teurer als Selbstgekochtes. Und natürlich können auch der Geschmack und das Aussehen der Menüs vom Altgewohnten abweichen . derpflegefuchs.de/M. Wendlandt

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