Er ist das Herzstück fast jedes Haushaltes am Heiligen Abend: 29,8 Millionen Christbäume schmückten 2018 die deutschen Wohnzimmer. Davon werden zehn Prozent aus Dänemark, Österreich, Polen oder Tschechien importiert. Laut der Naturschutzorganisation „Robin Wood“ wird der Großteil in Monokulturen gezüchtet, etwa 15 Prozent stammen aus reiner Waldwirtschaft und nur ein verschwindend kleiner Prozentsatz kommt ohne den Einsatz von Pestiziden, Mineraldünger und Wachstumsregulatoren aus.
Nachhaltig: Bäume aus Naturverjüngung
Bei Fichten, Kiefern oder Weißtannen aus der Naturverjüngung, wie zum Beispiel bei der Familie Stäbler aus Rosenheim erhältlich, macht man auf jeden Fall alles richtig. Die „Bedränger“, erklärt Irene Stäbler, rauben den Bäumen, die stehen bleiben sollen, Wasser, Platz und Licht und müssten ohnehin geschlagen werden. Wer trotzdem die klassische Nordmanntanne an Heiligabend im Wohnzimmer haben möchte, sollte auf Bio-Qualität zurückgreifen. Die Bäume werden, genau wie andere landwirtschaftliche Produkte, auf einer Art Plantage nach ökologischen Kriterien gezüchtet und nach etwa zehn bis zwölf Jahren geerntet. Eine Liste der Baumärkte, die zertifizierte Bäume anbieten, gibt es online vom Bund Naturschutz.
Siegel für den Weihnachtsbaum
Beim Weihnachtsbaum-Kauf sollte man unbedingt auf Siegel von Bioland, Naturland, Demeter oder Biokreis achten. Verlässlich sind auch das EU-Biosiegel und das Siegel des Forest Stewardship Councils.
Ein laufender Meter Nordmanntanne ist ab etwa 20 Euro zu haben.