Prienavera – ein Familien-Erlebnisbad entsteht

von Redaktion

Das im September 1970 eröffnete Priener Warmbad war Vorreiter in Bezug auf eine umweltverträgliche Energietechnik. Eine für die damalige Zeit erstaunlich fortschrittliche technische Einrichtung mit Wärmepumpe nutzte das im Chiemsee-Wasser gespeicherte Energiepotenzial, um das Beckenwasser auf angenehme 27 bis 28 Grad Celsius aufzuheizen. Mitte der 1990er-Jahre häuften sich allerdings Mängel an der Bausubstanz, technische Störungen in der Badewasseraufbereitung und an der Energietechnik.

Die Kannewischer-Studie sprach eine klare Empfehlung für ein Ganzjahresbad anstatt der Sanierung des in die Jahre gekommenen Warmbades aus. Gemäß dem vorliegenden Gutachten erfolgte die Planung des Bades mit der Zielgruppenausrichtung: „Familie mit Kindern“ – es sollte ein typisches Familien-Erlebnisbad entstehen.

Die Ausführung und Bauleitung für den Neubau wurden an das Architektenbüro Zeller & Romstätter aus Traunstein vergeben, die zuvor als Sieger aus dem Architektenwettbewerb hervorgingen. Um die Stabilität des neuen Bauwerkes zu gewährleisten, mussten umfangreiche Gründungsarbeiten für die Fundamente erfolgen. Diese Arbeiten erwiesen sich bei den am Bauplatz vorherrschenden Untergrundverhältnissen als überaus kompliziert und aufwendig.

Gerechnet wurde vorerst mit einer voraussichtlichen Bausumme von circa 15 Millionen DM, die sich im Verlauf der Fertigstellung auf den Betrag von 25 Millionen DM erhöhte.

Die Finanzierung wurde zu einem Drittel aus Eigenmitteln der Marktgemeinde Prien, zu einem Drittel aus Fördermitteln und zu einem weiteren Anteil aus einem Kredit ermöglicht.

Ein Namenswettbewerb mit öffentlicher Beteiligung brachte das Kunstwort „Prienavera“ hervor, bestehend aus dem lateinischen Primavera (zu Deutsch Frühlingserwachen) und dem Ortsnamen Prien. Die Namensgebung sollte ein Aufblühen des Tourismus in Prien durch ein wegweisendes Infrastrukturprojekt versinnbildlichen.

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