Sich ein totes Tier zu wünschen, ist unter ökologischen und ethischen Gesichtspunkten ohnehin fragwürdig. Eartha Kitt, und nach ihr Berühmtheiten wie Kylie Minogue oder Madonna treiben es jedoch auf die Spitze: neben besagtem
Luxuspelz soll Santa unter anderem ein Cabrio, eine Yacht und Schmuck von Tiffany den Kamin runter zwängen.
Konsumrausch statt Besinnung
Was in dem Lied aus den 50er-Jahren so locker fröhlich daherkommt, hält der Gesellschaft perfekt den Spiegel vor. Immer größer, immer mehr. Weihnachten und der Advent – in der katholischen Tradition ursprünglich strenge Fastenzeit – treiben die Menschen jedes Jahr aufs Neue in einen wahren Konsumrausch.
In diesem Jahr, so Prognosen des Handelsverbandes Deutschland, soll erstmals die magische Umsatzschwelle von 100 Milliarden Euro geknackt werden. Dazu trägt jeder Deutsche laut einer Verbraucherbefragung des Ifes-Instituts der FOM Hochschule zum Einkaufsverhalten im Weihnachtsgeschäft mit gut 472 Euro bei. Im Süden ist die Bereitschaft für die Lieben zu investieren ein wenig größer: 490 Euro pro Kopf wandern in die Kassen der Geschäfte. Besonders gerne werden Bargeld oder Gutscheine, Düfte und Kosmetik, Bücher und Konzertkarten verschenkt. Aber auch Schmuck, Spielzeug, Kleidung und Unterhaltungselektronik finden häufig einen Weg in die Einkaufstaschen.
Die ungebremste Lust aufs Kaufen wird zur Belastungsprobe für die Umwelt und die Menschen weltweit. Immer weniger von dem, was konsumiert wird, wird lokal produziert oder gekauft. Ein Großteil der Waren wird um die halbe Welt verschickt.
Die Industrie befriedigt das Verlangen nach immer neueren, aktuelleren Produkten – sei es ein Handy oder ein Wintermantel – mit immer billigeren Angeboten. Das überstrapaziert natürliche Ressourcen, belastet die Umwelt und gipfelt in menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen in den Fabriken und auf den Feldern dieser Welt.
Ein Wunschzettel hilft, das Richtige zu finden
Doch soll es nun leer bleiben unter dem Weihnachtsbaum? Die Antwort lautet definitiv nein! Allein die Art und Weise, wie geschenkt wird, sollte überdacht werden.
Ein Grundsatz: besser früh als spät. Wird auf den letzten Drücker gekauft, wird häufig das Erstbeste und Preisgünstigste gegriffen, und das Geschenk gefällt am Ende meist nicht. Am besten also genau hinhören: Was wünscht sich der Ehemann, die Mutter, die beste Freundin? Man kann sich ruhig eine kleine Reise in die Vergangenheit gönnen und einen Wunschzettel schreiben. Das erspart Stress vor und nach dem Weihnachts-Shopping.
Sollte auf der Wunschliste ein richtig großer Wunsch stehen, beispielsweise eine teure Kamera, am besten mit der Familie oder Freunden zusammenlegen.
Stichwort Familie und Kindheit: Beim Wichteln wird ausgelost, wer wem eine Freude bereitet und anschließend erraten, von wem das Geschenk ist.
Grundsätzlich gilt: Sachen, die aufgebraucht werden, sind besser als Dinge, die im Regal verstauben. Bei der Confiserie Dengel und Feinkost Winkler in Rosenheim und im FAIR Weltladen in Mühldorf zum Beispiel kann man fair gehandelte Schokolade kaufen.
Eine gute Flasche Wein findet sich unter anderem bei „Vom Fass“ in Rosenheim. Übersicht über schöne heimische Perlweine von ökologisch arbeitenden Winzern verschafft die Seite ecovin.de.
Auf Qualität sollte immer geachtet werden: Klasse statt Masse ist hier geboten. Schöne Alternativen aus Holz zum Plastik-Spielzeug gibt es beispielsweise im „Prienatura“ in Prien am Chiemsee.
Regional zu kaufen ist immer besser, als große Ketten zu unterstützen – gerade, wenn es um Mode geht. Fair produzierte und ökologische Hemden, Hosen, Kleider und Co. bieten zum Beispiel „Adlmaier for man“, Love2Love oder Precious in Rosenheim und Deargoods in Mühldorf an.