So werden Sie Mäuse im Garten wieder los

von Redaktion

Was hilft gegen die kleinen Nager, was bringt gar nichts – das raten die Experten

Der Garten ist für Wühlmäuse ein Schlaraffenland. Die kleinen Nager haben es vor allem auf Wurzelgemüse wie Möhren, Pastinaken und Sellerie abgesehen. Jetzt stehen auch Wintergemüse wie Zuckerhut, Endivien und Rosenkohl auf ihrem Speiseplan. Hobbygärtner wollen die Tiere gerne loswerden – doch viele Methoden helfen kaum oder sind problematisch zu sehen. Es gibt allerdings auch gute Ansätze, um die Nager zu vertreiben.

Sollte man sie töten?

Naturschützer sagen Nein. Das Töten von Tieren sei nie die richtige Lösung, sagt Marja Rottleb vom Naturschutzbund Deutschland (Nabu). „Wenn man zu viele Schädlinge im Garten hat, ist irgendetwas nicht im Gleichgewicht.“ Rottleb räumt aber auch ein, dass die Frage, wie mit zu vielen Mäusen umgegangen werden soll, beim Nabu noch nicht abschließend geklärt ist.

Soll ich die Mäuse lebend fangen?

Rottleb hält Lebendfallen zwar für eine Alternative, warnt aber: Tendenziell kämen einfach neue Nagetiere in den Garten.

Was ist mit Hausmitteln?

Diese Methode ist genauso wenig Erfolg versprechend. Rottleb berichtet, dass die Nager zwar eine Reihe von Hausmitteln nicht mögen (Buttermilch und Knoblauch). Diese würden allerdings nur kurzzeitig helfen.

Wie sonst kann man das Gemüsebeet beschützen?

Wer die Feinde der Wühlmaus fördert, hat eine gute Chance, die Tiere loszuwerden. Ist ein Maulwurf im Garten habe man meist keine Wühlmäuse, so Rottleb. „Den sollte man also möglichst nicht vertreiben, denn der frisst die Jungtiere der Wühlmaus“, erläutert sie. Steinhaufen, in denen sich der Mauswiesel ansiedelt, seien eine Option. Auch die Katze geht gerne auf Mäusejagd. Damit sich die Wühlmäuse gar nicht erst vor den Feinden verstecken können, rät die Bayerische Gartenakademie, Mulchdecken zu entfernen und Gras kurz zu halten.

Und wenn das alles nichts nützt?

Giftköder sind für Naturschützer sowie Gartenbauer tabu. Rottleb warnt davor, da damit auch andere Tiere gefährdet werden. Wenn alternative Methoden nichts nützen, erlaubt etwa die Bayerische Gartenakademie aber, klassische Mausefallen einzusetzen. Gute Köder seien Nutella, Schokokekse, Möhre und Pastinake. Zum Schutz anderer Tiere sollte die Falle abgedeckt werden – etwa durch einen umgestülpten Kunststoffeimer mit Loch.

Sind die Mäuse gefährlich?

Beim Umgang mit Mäusekot und Kadavern ist Vorsicht geboten. Der Kot, Urin und Speichel der Mäuse kann Krankheiten wie den Hantavirus übertragen, warnt die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA). Daher sollten gefangene Tiere nur mit Einmalhandschuhen angefasst werden. Wer trockenen Mäusekot entfernt: bitte mit Schutzmaske.

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