Guter Start ins Traumhaus

von Redaktion

Worauf Sie beim Umzug achten müssen

Schmetterlinge im Bauch und weiche Knie: Wenn Neu-Eigenheimbesitzer ihren Schlüssel überreicht bekommen, kann sich das ganz leicht anfühlen, fast wie die große Liebe. Zum perfekten Glück fehlt nur noch der Umzug – der ebenfalls gut geplant sein will. Wir verraten Ihnen, worauf Sie dabei achten müssen.

Versicherungen checken

Zuerst muss der Versicherungsschutz überprüft werden, empfiehlt der Bund der Versicherten (BdV): „Noch bevor der Umzugswagen rollt, sollte die Hausratversicherung die neue Anschrift kennen. Während des Wohnungswechsels besteht dann in beiden Wohnungen Versicherungsschutz“, so Pressesprecherin Bianca Boss. Alle Versicherungsgesellschaften, bei denen zum Beispiel Unfall-, Berufsunfähigkeits- oder Krankenversicherungen abgeschlossen worden sind, sollten über die neue Anschrift informiert werden – ebenso wie die Bank, der Strom- und Internetanbieter.

Ist der Mietvertrag der alten Wohnung erst einmal gekündigt, bleiben in der Regel drei Monate, um auszuziehen. Wer umzieht, sollte sich am besten einen Ordner anlegen – digital oder in Hefterform –, in den alle Rechnungen wie die für Transportkosten oder Handwerker hineinwandern. Diese Ausgaben können später bei der Steuer als haushaltsnahe Dienstleistungen abgesetzt werden.

Außerdem ist ein wenig Vorlauf nötig, um zu entscheiden, welche Möbel, Bücher, Kleidungsstücke oder auch Kinderspielzeuge mit umziehen werden. Ausrangierte Stücke können entweder gespendet, über ein Kleinanzeigen-Inserat verkauft oder beim lokalen Wertstoffhof entsorgt werden.

Dort kann auch ein Termin für Sperrmüllabholung vereinbart werden.

Rechtzeitig buchen

Der Umzugstermin sollte mit einigem Bedacht gewählt werden: Am Monatsende wird häufig umgezogen, und auch die Ferien sind ein beliebter Zeitpunkt. Wenn der Haushalt größer ist oder der Umzug in eine entfernte Stadt geht, reicht häufig ein Wochenende nicht aus.

Wichtig ist dann auch, rechtzeitig mit einem Umzugsunternehmen Kontakt aufzunehmen. „Seriöse Unternehmen verschaffen sich im Vorfeld einen genauen Überblick über das zu transportierende Umzugsgut und kommen dazu bei Ihnen zu Hause vorbei“, erklärt Daniel Waldschik, Pressesprecher des Bundesverbands Möbelspedition und Logistik (AMÖ). „Auf dieser Basis bekommen Sie ein detailliertes Angebot, das alle Leistungen genau aufschlüsselt. Danach können Sie in
Ruhe abwägen, ob das jeweilige Angebot die Leistungen, die Sie sich vorstellen, verspricht und halten kann.“

Vorsicht bei Freunden

Häufig werden auch Freunde mit ins Boot geholt, die beim Umzug mit anpacken. Hier rät Logistik-Fachmann Waldschik zur
Vorsicht: „Private Umzugshelfer sind in der Regel nicht im professionellen Umgang mit Umzugsgütern geschult. Wenn ein Schaden entsteht, zum Beispiel, weil die Helfer im Treppenhaus mit den Möbeln Macken in
der Wand verursachen oder teures Porzellan zerdeppern, könnten Verbraucher im schlimmsten Fall auf
den Kosten sitzen bleiben.“ Höchstens die private Haftpflichtversicherung kann in so einem Fall einspringen. Hilfreich kann es aber zum Beispiel sein, wenn sich Helfer um Haustiere sowie Kinder kümmern, während die Hundehalter oder Eltern beschäftigt sind. Später können helfende Hände auch
beim Kleiderschrank einräumen oder Geschirr abwaschen gebraucht werden.

Ist erst einmal der Umzug gut über die Bühne gegangen, sollte noch die Übergabe mit dem ehemaligen Vermieter geklärt werden.

Nun bleibt genug Zeit, um sich in der neuen Bleibe wohnlich einzurichten. Andrea Dittmar

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