Es gibt Dinge, die tut man mit dem besten Gefühl. Zum Beispiel den kalten Raum schnell aufheizen, indem die Heizung voll aufgedreht wird. Doch ist das richtig? Die Expertentipps:
Die Heizung nicht ganz herunterfahren
Jedes Grad weniger Raumtemperatur spart Heizenergie. Aber will man zu viel sparen, kann das nach hinten losgehen, beispielsweise steigt das Schimmelrisiko. Daher empfiehlt das Umweltbundesamt, die Raumtemperatur nicht unter 15 Grad absinken zu lassen. Wer länger in den Urlaub fährt, kann etwas tiefer gehen.
Thermostat nicht voll aufdrehen
Es gibt Momente, in denen es sinnvoll ist, den Thermostat komplett aufzudrehen. Nicht aber, wenn man schnell die Räume erwärmen will.
Denn mit dem Thermostat regelt man nur, welche Endtemperatur der Raum erreichen soll, nicht aber wie rasch das gehen soll. Das heißt: Wer den Thermostat auf fünf stellt, wartet nicht nur genauso lange, bis der Raum warm ist, wie mit der Stufe drei. Er heizt unter Umständen länger, wenn man nicht bald zurückdreht.
Wer sich rund 20 Grad Raumtemperatur wünscht, sollte in etwa die Stufe drei wählen. Die Stufe vier kann rund 24 Grad ergeben. Mit elektronischen Geräten lassen sich die Raumtemperaturen direkter regulieren und kontrollieren.
Nicht zu viel Wärme in Nebenraum leiten
Klingt schlüssig: Ist es in einem Zimmer zu warm geworden, macht man die Tür zum kalten Nebenzimmer auf und gibt die Hitze ab. Doch das ist eine schlechte Idee. Wegen der Feuchtigkeit in der Luft. Warme Luft transportiert mehr Feuchtigkeit als kühle. Trifft sie im Nebenzimmer auf kalte Wände, kondensiert sie daran.
Auch bei Frost lüften
Während der Heizperiode ist man versucht, die warme Luft im Raum zu halten – das kann Folgen haben: Die vorhandene Luftfeuchtigkeit ist eine Grundlage für die Bildung von Schimmel. Achten Sie auf eine relative Luftfeuchte von maximal 65 Prozent bei Raumtemperaturen von 20 bis 22 Grad und lüften Sie auch im Winter.