Über Jahrzehnte beim selben Arbeitgeber beschäftigt sein – dieses Modell ist heute selten geworden. Bei immer mehr Arbeitnehmern gibt es Brüche im Berufsleben: Der Arbeitsmarkt verändert sich, eine Ausbildung ist nicht mehr gefragt oder der Beruf kann aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausgeübt werden. Eine Umschulung kann helfen, sich in der Arbeitswelt neu zu positionieren. Vom Staat wird eine solche Neuorientierung maßgeblich gefördert. Bei einer Umschulung werden in der Regel innerhalb von zwei Jahren theoretische und berufspraktische Kenntnisse vermittelt. Betriebliche Praktika und die Kammerprüfung komplettieren den Ausbildungsgang, im anerkannten Bedarfsfall finanziert von der Bundesagentur für Arbeit (BA) oder den regionalen Jobcentern. Nicht jedem fällt es leicht, für einen längeren Zeitraum die Schulbank zu drücken. Als zusätzlicher Anreiz werden Leistungsprämien vergeben. Wer eine Umschulung beginnt, die innerhalb einer festgelegten Ausbildungsdauer von mindestens zwei Jahren zu einem anerkannten Abschluss führt, kann für das erfolgreiche Ablegen der Zwischenprüfung 1000 Euro und für das Bestehen der Abschlussprüfung 1500 Euro erhalten. Wer sich für eine Umschulung interessiert, sollte beim Anbieter auf zertifizierte Ausbildungslizenzen und Qualitätssiegel achten. djd