Holz zählt seit Jahrhunderten zu den wichtigsten Wirtschaftsgütern der Region Rosenheim. Da liegt es nahe, diesen nachwachsenden Rohstoff auch in Form von Altholz zur Energieerzeugung zu nutzen. Das Holz in einem Heizkessel oder einem Heizkraftwerk zu verbrennen, ist den Stadtwerken Rosenheim aber nicht effizient genug. Deshalb hat das Unternehmen ein Verfahren entwickelt, das den Energiegehalt von Holz deutlich besser ausschöpft: die Holzvergasung.
Dabei wird das Holz nicht verbrannt, sondern bei Temperaturen von bis zu 1000 Grad unter geringer Luftzufuhr in ein brennbares Gas, das Holzgas, umgewandelt. Dieses enthält unter anderem Kohlenmon-oxid, Wasserstoff und Methan. Mit einem Staubfilter wird dieses Gas gereinigt. Als Produkt aus diesem Prozess enthält man einen Brennstoff, der dann in modernen Gasmotoren mit hoher Effizienz Strom und Wärme erzeugt. Holz gilt als klimaneutral, weil bei der Verbrennung nur so viel Kohlendioxid freigesetzt wird, wie der Baum zuvor der Atmosphäre entnommen hat.
Bei der Entwicklung dieser neuen Technologie sind die Stadtwerke Rosenheim in den vergangenen Jahren schon weit vorangekommen. Einen ersten 50-Kilowatt-Vergaser samt Blockheizkraftwerk haben die Stadtwerke Rosenheim in Brixen bereits erfolgreich in Dauerbetrieb genommen. Weitere Anlagen sollen in den kommenden Jahren folgen. wu