Die Zukunft der urbanen Logistik ist nicht zuletzt dank des ständig wachsenden Internethandels elektrisch. Mehr als drei Milliarden Sendungen müssen inzwischen jedes Jahr in Deutschland zu den Kunden gebracht werden, und die Tendenz zeigt weiter nach oben. Dabei ist Geschwindigkeit das oberste Gebot. Die Waren sollen im Idealfall am Tag nach der Bestellung beim Kunden liegen, um danach unter Umständen als Retoure zurückgeschickt zu werden. Wenn die Umweltbelastung in den Metropolen also verringert werden soll, ist ein Wechsel zur Elektromobilität in der urbanen Logistik unausweichlich.
Für urbane Logistik unausweichlich
Opel hat diesen Trend erkannt und elektrifiziert konsequent seine Transporter-Flotte. Im kommenden Jahr macht der Vivaro-e den Anfang und rollt in zwei Elektroversionen zu den Händlern. Je nach dem individuellen Einsatzzweck kann der Kunde zwischen zwei Batteriegrößen wählen. Mit der 50-kWh-Batterie fährt der Transporter bis zu 200 Kilometer weit, und der größere 75-kWh-Energiespeicher liefert ausreichend Strom für eine Fahrtstrecke von maximal 300 Kilometern. Beide Werte wurden nach der neuen WLTP-Messmethode ermittelt. Die Variante mit 300 Kilometern Reichweite könnte auch als Taxi eingesetzt werden.
„Besonders auf der letzten Meile in den Innenstädten werden die Elektrofahrzeuge für den Personentransport, Handwerker und Logistikunternehmer immer wichtiger werden“, erklärt Opel-Chef Michael Lohscheller. Und: „Dem Vivaro-e werden in den nächsten Jahren weitere Elektro-Varianten folgen. Im Jahr 2021 werden Combo Life, Combo Cargo und Zafira Life mit vollelek-trischen Antrieben auf den Markt rollen.“
Von dem seit 2001 produzierten Vivaro wurden bisher knapp eine Million Exemplare abgesetzt. Das Modell ist als Cargo, Doppelkabine für bis zu sechs Personen, Plattformgestell und Kombi bestellbar. Die Seitentüren lassen sich optional elektrisch über eine Sensorsteuerung automatisch öffnen, und dank der praktischen „FlexCargo“-Durchladefunktion unter dem Beifahrersitz lassen sich in der längsten Variante bis zu 4,02 Meter lange Gegenstände verstauen.
Komfort im Innenraum
Im Innenraum legt der Vivaro-e den Nutzfahrzeugcharakter ab, Fahrer und Passagiere erleben Komfort-Eigenschaften, wie sie in einem Pkw üblich sind. Dazu gehören Systeme wie ein Head-up-Display, eine 180-Grad-Panorama-Rückfahrkamera, Frontkollisionswarner, Notbremsassistent und ein intelligenter Tempomat. Auch die Sitze mit Lordosenstütze und Armlehne tragen zum Komfort am Arbeitsplatz bei. Gegen Aufpreis lassen sich die Sitze zudem elektrisch einstellen. Falls gewünscht lässt sich der Vivaro-e unter anderem auch mit einem Spurassistenten, Verkehrszeichenerkennung, einer Müdigkeitserkennung und einem Notbremsassistenten bestellen. Zusammen mit den Infotainment-Systemen Multimedia Radio und Multimedia Pro kommt ein großer Touchscreen an Bord. Beide Systeme sind für Apple Carplay und Android Auto geeignet. ampnet/ww