Kreuze erinnern an Ramona und Melanie

von Redaktion

Prozess um Unfalltod der Samerberger Mädchen zieht sich unerträglich hin

Rosenheim/Traunstein – Zwei junge Frauen sterben – und die Tragödie nimmt kein Ende. Zwar wird auch der zweite BMW-Fahrer, der maßgeblich an dem Unfall auf der Miesbacher Straße in Rosenheim beteiligt war, bei dem Ramona und Melanie 2016 starben, zu einer Haftstrafe verurteilt, aber er geht in Berufung. Der Berufungsprozess, das zweite nervenzerfetzende Ereignis für die Familien, beginnt am 7.Oktober. Im November hält das Gericht fest: es handelt sich um eine „hochkriminelle Tat“, die Berufung wird verworfen.

Zwei Familien und ihre Trauer. Ein Unbekannter, der Teilnahme zeigte. Indem er Kreuze aufstellte, dort, wo Ramona und Melanie vor drei Jahren tödlich verunglückten. Seit September rätseln die Rosenheimer, wer das war. Nun hat sich der Mann gemeldet und über seine Gründe gesprochen. Können die Menschen aus Katastrophen lernen? Sebastian Gröber hofft das. In Österreich habe er vor Jahren zuerst jene Mahnmale gesehen, sagt der Stephanskirchner. Weiße Kreuze am Straßenrand, die jemand aufgestellt hatte, um an Menschen zu erinnern, deren Reise an dieser Stelle endete. „Ich hatte den Eindruck, dass die Menschen an solchen Stellen langsamer fahren“, sagt Sebastian Gröber; „dass sie den Fuß vom Gaspedal nehmen.“

Artikel 1 von 11