Zum Jahresende will es die EU noch einmal der ganzen Welt zeigen und hat sich ein ehrgeiziges Ziel gesteckt: als erster Kontinent soll Europa bis 2050 komplett klimaneutral werden. Das heißt, dass nur so viel CO2 produziert wird, wie andernorts abgebaut wird.
Frans Timmermanns, zuständig in der EU-Kommission für den „Green-Deal“ verspricht gar „einen grünen und nachhaltigen Umbau für einen gesunden Planeten und unsere kommenden Generationen.“
Vereinbart wurden bis jetzt lediglich Pläne, Überschriften und Wegweiser – ein Rahmen, den es in den kommenden Jahren mit konkreten Maßnahmen zu füllen gilt.
Eine Jahrhundertaufgabe, an der vor allem aus dem Osten Europas Kritik laut wird: viel zu teuer, utopisch, unmöglich.
Zugegeben, den Kontinent enkeltauglich zu gestalten, wird mit geschätzten 260 Milliarden Euro jährlich teuer. Von den großen Institutionen, über Unternehmen bis hin zum Bürger werden alle zusammenarbeiten müssen, um Europa fit für die Zukunft zu machen.
In Mühldorf war man da schon fleißig: der Klimaschutz im Hinblick auf die Pariser Klimaziele stand auf der Agenda des Kreistages im Landkreis weit oben.
Mühldorfs Landrat Georg Huber erklärt: „Die Weiterführung vieler Maßnahmen wie die Umsetzung des ÖPNV-Gesamtkonzeptes, das Vorantreiben des Energieeffizienznetzwerkes der Landkreisliegenschaften sowie die Beratungsangebote für Bürger sowie Unternehmen liefern die Grundlage zur Erreichung der Klimaschutzziele bis 2030 auf Landkreisebene.“
Rosenheims stellvertretender Landrat Josef Huber sagt: „Der Rosenheimer Kreistag hat Ende November einen Nahverkehrsplan für den Landkreis Rosenheim gebilligt. Wir wollen damit ein Angebot für alle Bevölkerungsschichten schaffen und wir beginnen bereits im kommenden Jahr. Im Haushalt sind zwei Millionen Euro mehr für den öffentlichen Personennahverkehr eingestellt als bisher. Noch ist das Projekt ein kleines Baby, das wachsen muss, um auf eigenen Beinen stehen zu können.“