Super-Bowl-Spots 2020

von Redaktion

Autoindustrie platziert aufwendige Werbespots

Das Finale der amerikanischen Fußball-Liga ist gelaufen – und über 100 Millionen Zuschauer haben alleine in den USA das Spektakel auf dem Bildschirm betrachtet. Die identitätsstiftende Massenveranstaltung verdient nicht nur wegen der sportlichen Höchstleistungen Aufmerksamkeit: Seit vielen Jahren tobt auch eine Werbeschlacht um die besten, lustigsten und anspruchsvollsten Werbestreifen, mit denen der Football-Zirkus aufgelockert wird. Zu den profiliertesten Beiträgen gehören regelmäßig die Werbespots der Autoindustrie, die mit enormem Aufwand produziert werden.

Audi dreht mit der puppenhaften Schauspielerin Maisie Williams, bekannt aus der Serie „Game of Thrones“. Sie steckt mit ihrem elektrischen Audi e-Tron Sportback im Stau fest, umgeben von Muscle Cars der 70er- und 80er-Jahre. Die Temperatur: Acht Grad über normal. Maisie intoniert den Song „Let it Go“ aus dem Disney-Film „Frozen“ und lässt den Verkehr schnurstracks hinter sich. „Lasst uns in eine nachhaltigere Zukunft fahren“, doziert Audi zum Abschluss. Doch dieser Spot animiert nicht unbedingt dazu. Bei der GM-Marke Hummer lautet die Botschaft „Absolute Dominanz“. 1000 PS, von Null auf 100 in drei Sekunden: All das soll es flüsterleise geben. „Elektrisch, null Emissionen, keine Limits“, intoniert Basketball-Legende LeBron James in einer Stimme, die keinen Widerspruch duldet. Die Ästhetik des Streifens ist düster und monochrom.

Hyundai setzt auf Überraschung beim Einparken: Die Parklücke ist klein, und weder die Freunde auf dem Bürgersteig noch der Hund glauben, dass der neue Hyundai Sonata hineinpasst. Doch der Fahrer zeigt es allen: Per Fernbedienung schafft es das Auto mit dem „Smart-Park“-System von alleine in die halb zugeparkte Lücke.

Humorvoller Streifen

Jeep kommt mit einem humorvollen Boomer-Streifen, in dem täglich das Murmeltier grüßt. Das Unternehmen stellt den Film nach, in dem der Schauspieler Bill Murray so lange dazu verdammt ist, den gleichen Tag wiederzuerleben, bis er zu einem besseren Menschen geworden ist. In der einminütigen Super-Bowl-Variante ist dabei unübersehbar der neue Jeep Gladiator platziert, auf den sich Murray nunmehr jeden Tag aufs Neue freut. Die Neuinterpretation des fast 30 Jahre alten Streifens dürfte vor allem der Boomer-Generation das Herz erwärmen.

Flucht im Taycan

Bei Porsche kommt das Elektromodell Taycan so leise daher, dass der Raub im Porsche-Museum erst spät bemerkt wird. Unverzüglich macht sich die multikulturelle Sicherheits-Truppe in einer Phalanx aus Exponaten auf den Weg, um die Elektro-Limousine zu stellen. Doch das gelingt erst mit einer Straßenblockade, denn schneller als der Taycan ist natürlich kein anderer jemals gebauter Porsche, und auch der Ladezustand der Batterie reicht offensichtlich für die fröhliche Rückfahrt aus. ampnet/Jens Meiners

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