Hintergrundwissen: So entsteht ein Herzinfarkt

von Redaktion

Die koronare Herzkrankheit (KHK) ist charakterisiert durch Ablagerungen (Plaques) in der Gefäßwand der Herzkranzgefäße, die durch die Arteriosklerose (Gefäßverkalkung) hervorgerufen sind. Die KHK entsteht in einem schleichenden Prozess, der sich unbemerkt über Jahre bis Jahrzehnte entwickeln kann.  

Arteriosklerose führt zu ersten Ablagerungen in der Gefäßwand, ohne den Blutfluss wesentlich zu stören.

Werden die Ablagerungen mit fortschreitender Arteriosklerose stärker, wird der Blutfluss eingeengt und behindert. In Ruhe reicht der verminderte Blutfluss noch aus, um den Herzmuskel ausreichend mit Sauerstoff zu versorgen.

Unter körperlicher Belastung kann der dann steigende Bedarf nicht mehr erfüllt werden. Der Patient bekommt Brustschmerzen, die nach Beendigung der Belastung wieder weggehen – eine sogenannte Belastungsangina.

Blutgerinnsel verschließt Gefäß

Reißt die dünne, raue Gefäßinnenhaut über der Plaque ein, bildet sich ein Blutgerinnsel (Thrombus), das das Herzkranzgefäß vollständig verschließt.

Der Blutfluss und damit die Versorgung der Herzmuskulatur mit Sauerstoff ist unterbrochen: Es kommt zum Herzinfarkt.

Der Patient klagt über Brustschmerzen in Ruhe – sogenannte Ruhe-Angina). Jetzt zählt jede Minute. Der Patient muss sofort in eine Klinik, um den Thrombus zu beseitigen. Denn, je mehr Zeit bis zur Wiederöffnung des verschlossenen Gefäßes vergeht, desto mehr Muskelgewebe stirbt ab.

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