Fortsetzung:
An den Pflegern und Co. sollte man sich vielmehr ein Beispiel nehmen. Statt an sich selber zu denken, geht es jetzt um die Gemeinschaft. Genauer gesagt um die Schwächsten in der Gesellschaft. Das „Opfer“, das man dazu bringen muss, ist wirklich einfach: Zu Hause bleiben.
Auf dem Sofa lümmeln, ein Buch oder noch besser die Zeitung lesen. Mit der Familie ein Karten- oder Brettspiel spielen. Yoga machen, die Seele baumeln lassen und die eigenen Energiereserven auftanken. Wenn man ehrlich ist: Sich mit sich selbst beschäftigen ist doch gar nicht so schwer.
Auch muss sich niemand Sorgen machen, zu verhungern. Zahlreiche Lieferservices bieten ihre Dienste an. Sie bringen fertige Gerichte, Lebensmittel und vieles mehr.
Konzert auf
dem Balkon
Soziale Kontakte kann man trotzdem pflegen. Die Oma freut sich über einen Anruf oder einen Brief. Mit den Freunden trifft man sich einfach via Videotelefonie.
Oder man musiziert mit den Nachbarn: In Italien finden vielerorts spontane „Balkonkonzerte“ statt. In Innenhöfen spielen die Menschen zusammen auf Instrumenten und singen dazu. Natürlich jeder schön mit Abstand, auf dem eigenen Balkon.
Findige Ideen gibt es auch, was die gegenseitige Hilfe angeht. Ein Zettel im Hausgang etwa informiert die älteren Mitbewohner, dass man für sie einkaufen geht.
Dabei nur bitte auf die Hygiene achten und die Lebensmittel nicht persönlich übergeben, sondern vor die Tür stellen. Viele Hilfsangebote von Kinderbetreuung bis zum Gassigehen mit dem Hund findet man auch im Internet unter www.nebenan.de oder www.quarantaenehelden.org.
Kommt die
Ausgangssperre?
Führende Politiker haben angekündigt: Das Verhalten der Menschen am Wochenende wird darüber entscheiden, ob es zu einer Ausgangssperre kommt. Jetzt gilt es also.
Der wahre Kern einer Gesellschaft zeigt sich in außergewöhnlichen Zeiten. Bleiben wir einfach zu Hause! Nicht, weil uns Gesetze und die Politik dazu zwingen. Sondern, weil es das Beste für alle ist.khe