Etwa, indem man Bäume pflanzt. Bäume nehmen das Kohlendioxid aus der Luft auf und wandeln es in Sauerstoff um. Zusätzlich sind Bäume und Wälder der Lebensraum für viele Tiere, tragen zum gemäßigten Klima bei, speichern Wasser und liefern Holz als nachwachsenden Rohstoff.
Für den Klimaschutz setzen sich viele Organisationen für Wiederaufforstung ein. Dabei können Verbraucher sie durch vielfältige Maßnahmen unterstützen. Das Spektrum reicht von Baumpatenschaften, über Kompensation von Flügen, bis hin zur Benutzung der richtigen Suchmaschine, wie zum Beispiel Ecosia, bei der man mit durchschnittlich 45 Online-Suchen ein Baum finanziert.
Bäume für
den Planeten
Eine der Vorreiterinnen beim Bäume-Pflanzen: Die Kenianerin Wangari Maathai, die mit dem „Green Belt Movement“ 1977 das größte Baumpflanzprojekt der Welt gestartet hat. Die Aktion hat seitdem einen Bäumegürtel mit knapp 51 Millionen Bäumen allein in Kenia gepflanzt. Davon in-spiriert, rief 2007 der damals neunjährige Felix Finkbeiner das internationale Projekt „Plant-for-the-Planet“ ins Leben. Mit knapp 71000 Mitgliedern und Partnern erlangte die Initiative mit dem Ziel, in Zukunft eine Billion Bäume zu pflanzen, weltweite Aufmerksamkeit. Auch die Umweltschule am Gymnasium Bruckmühl, organisiert von Lehrerin Karen Stahl, beteiligte sich 2015 an Plant-for-the-Planet. 53 Schüler aus zwölf Schulen pflanzten an einem Samstag 75 Eichen.
Waldhilfe-Tipps
Wer regelmäßig im Wald spazieren geht, wird es mit Sorge beobachten: Vermehrt auftretende Dürren, Stürme, Brände und Schädlinge setzen den heimischen Wäldern zu. Naturfreunde fragen sich: „Wie können wir dem Wald helfen?“ Forstdirektor Korbinian Wolf vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, hat einige Tipps parat.
Um dem Wald zu helfen, sich selbst zu regenerieren, pflanzen Waldbesitzer viele unterschiedliche Bäumchen, von denen sie hoffen, besser mit dem zukünftigen Klima zurecht zu kommen. Dabei kann jeder helfen: Etwa beim www.bergwaldprojekt.de, bei der Aktion Schutzwald des Alpenvereins oder www.deutschland-forstet-auf.de. Forstdirektor Wolf ist überzeugt: „Man schützt nur, was man kennt.“ Deswegen ermuntert er dazu, im Wald spazieren zu gehen. Doch Vorsicht! Laut dem Experten entstehen rund 40 Prozent der Waldbrände durch unvorsichtiges Verhalten. So könne es schon nach wenigen Sonnentagen trocken genug sein, dass ein weggeworfener Zigarettenstummel den Wald entzünden kann. „Rauchen Sie bitte nie im Wald“, so Wolf.
Aktiv das Klima schützen kann man, indem man das Material Holz verwendet – etwa für den Hausbau oder bei Möbeln. „Holz wächst nachhaltig und wird verantwortungsvoll geerntet“, so Wolf. Die Holzverwendung reduziere auch die Verwendung anderer klimaschädlicher Materialien.
Agrarwende vor Ort
Die Lebensmittelbranche trägt mit 21 Prozent zu den Treibhausgasemissionen Deutschlands bei. Emissionen entstehen etwa beim Anbau, Ernte, Viehzucht, Verpackung und Transport. Verbraucher können Treibhausgasemissionen durch richtiges Konsumverhalten reduzieren. So haben ökologische Lebensmittel einen besseren CO2-Fußabdruck als konventionelle Produkte. Regional produzierte Waren schonen das Klima durch kürzere Transportwege. Fleisch sollte nur mit Bedacht konsumiert werden, denn die Futtermittelproduktion, die Haltung und die Verarbeitung verursachen neben Kohlenstoffdioxid auch Mengen an Methan, ein Treibhausgas, das 25-Mal klimawirksamer ist.
Was bietet die Region, um sich klimafreundlich zu ernähren? Der Bio-Einkaufsführer des Bund Naturschutz Rosenheim zeigt, wo man in der Umgebung frische Produkte einkaufen kann. In der Genossenschaft Jolling in Bad Endorf kann man über eine solidarische Gemeinschaft Gemüse aus der Region beziehen und in Frasdorf Teil des Projektes „Humane Landwirtschaft“ werden.
Mehr unter www.jolling.de und www.humane-landwirtschaft.org/projekte/tfp-chiemgau/