Gefährliche Heimarbeit am Auto

von Redaktion

Prüfer sehen immer wieder abenteuerliche Bastelarbeiten

Ein Prüfingenieur der Gesellschaft für Technische Überwachung (GTÜ) staunte bei der Hauptuntersuchung nicht schlecht, als er den Innenraum eines Renault Scenic genauer unter die Lupe nahm. Um für alle elektrischen Eventualitäten gewappnet zu sein, hatte sich der Fahrzeughalter einen 230-Volt-Spannungswandler unter die Mittelkonsole seines Autos gebastelt. Ein anderer Heimwerker nahm laut GTÜ zur Reparatur des Sicherheitsgurts kurzerhand einen Tacker zu Hilfe.

Umbauten gefährden Plakette

Einen weiteren kuriosen Fund entdeckte ein Prüfingenieur in einem 3er-BMW. Hier wurde ein Wohnungslichtschalter als Ersatz für das Zündschloss gewählt. Die Start-Stopp-Funktion auf Tastendruck ist dabei zwar gewährleistet, die Plakette aber wurde verwehrt.

Der Fantasie scheinen keine Grenzen gesetzt. Nach den Erfahrungen der Kraftfahrzeug-Überwachungsorganisation freiberuflicher Kfz-Sachverständiger (KÜS) sind die Bastler nicht selten unbedarft und erstaunt darüber, dass ihre technische Lösung nicht überall so gut ankommt. So lassen sich viele belehren und ändern ihre „Arbeit“ dann schnell um.

Die häufigsten Kuriositäten in Autobastlers Gruselkabinett finden sich im Innenraum. Die KÜS kennt außerdem viele „Hobbytuner“, die sich Räder und Reifen vornehmen. „Was oft fälschlicherweise angenommen wird ist, dass das Teilegutachten, das den Rädern beiliegt, schon alles regelt. Es ist nur die Basis, und der Prüfingenieur stellt, wenn alles ordnungsgemäß ist, nach der Prüfung und mit der Eintragung in die Fahrzeugpapiere die Verbindung des Umbaus mit dem Auto her. Erst dann ist alles in Ordnung“, sagt Georg Marmit von der KÜS. ampnet/uk

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