Logistik digital

von Redaktion

Neue Technologien im Blick

Die Digitalisierung verändert Produktion und Logistik tiefgreifend. Neue Technologien geben Unternehmen die Chance, Prozesse zu optimieren. Dass sich dabei auch die Rolle des Menschen wandelt, ist eine logische Konsequenz.

„Tradition hilft uns morgen nicht“, sagte Erik Wirsing, Vice President Global Innovation bei der Schenker AG, beim Forum Automobillogistik im Februar. Für die Logistik bedeute das: Weiterdenken, über Fachbereichsgrenzen hinaus – beispielsweise im Bereich 3-D-Druck.

Dieser ermöglicht, quasi auf Abruf und vor Ort, genau die Produkte zu drucken, die gerade benötigt werden. Transporte von Ersatzteilen und Endprodukten sind damit künftig weit weniger gefragt, so Dr.-Ing. Hans-Herrmann Wiendahl vom Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung.

Neben dem 3-D-Druck befindet sich auch die künstliche Intelligenz (KI) auf dem Vormarsch. BMW oder Automobilzulieferer Brose setzen bereits entsprechende Anwendungen in verschiedenen Bereichen ein.

Beim bayerischen Automobilhersteller prüft ein Roboter anstatt eines Menschen alle in der Produktion eingehenden Änderungsanträge auf deren Relevanz für die Planung logistischer Prozesse. Einmal mit festgelegten Kriterien gefüttert, leitet der Roboter als relevant eingestufte Anträge direkt an den entsprechenden Logistikplaner weiter. Dabei lernt er von den gesammelten Daten und minimiert so seine Fehlerquote.

Der Mensch
als Mentor

Die Experten waren sich einig: Neue Technologien können den Menschen nicht verdrängen, werden aber seine Rolle in Produktion und Logistik verändern. So brauchen Produktion und Logistik auch in Zukunft Menschen, die Prozesse überwachen und steuern. „Menschen werden zu Dirigenten der Technik. Sie werden sie mit wenigen Bewegungen beeinflussen können“, beschrieb Wiendahl die neue Schlüsselrolle.BVL

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