Schlafen wie ein König

von Redaktion

Sorgen, Gedankenschleifen, Stress – das alles kann die erholsame Nachtruhe verhindern und zu einer psychosomatischen Schlafstörung führen. Im Kneipp- und Moorkurort Füssen etwa finden Betroffene seit einigen Jahren Hilfe, aber auch für zu Hause gibt es Maßnahmen, die das Ein- und Durchschlafen fördern. Die Tipps des Schlafexperten Andreas Eggensberger:

Abends kalte Beinwaschungen: Beide Beine bis zum Schritt mithilfe eines Waschlappens mit kaltem Wasser abwaschen. Die Wirkung verstärkt sich, wenn man sich nicht abtrocknet. Danach sofort ins Bett. Weil der Körper auf die Kälte des Wassers mit der Erwärmung der Haut reagiert, sinkt die Kerntemperatur des Körpers. Diese um etwa ein Grad Celsius niedrigere Kerntemperatur braucht der Mensch zum Einschlafen. Übrigens auch bei nächtlichem Wachwerden ein guter Tipp – hier nur unbedingt grelles Licht vermeiden.

Schlafzimmer: Je kühler die Temperatur, desto besser für die Schlafqualität – auch hier gilt das Gesetz der niedrigeren Kerntemperatur, die der Körper zum Einschlafen braucht. Außerdem sollte das Zimmer ruhig und dunkel sein.

Kein TV: Vor dem Zubettgehen besser auf TV-Nachrichten und Ähnliches verzichten. Die intensiven Bilder regen auf und hinterlassen ein Gefühl der Machtlosigkeit – ganz schlecht fürs Einschlafen. Zeitunglesen ist viel bekömmlicher.

Abendessen: Maßhalten bei Salat und rohem Gemüse, das die Verdauung acht Stunden lang auf Trab hält. Wenn der Körper nicht zur Ruhe kommt, wird schlecht geschlafen.

Mittagsschlaf: Besser weglassen, auch wenn es noch so schwerfällt. Die Siesta reduziert das Schlafbedürfnis abends, das Einschlafen wird umso schwieriger.

Zum Wachwerden: Am Morgen Wechselgüsse für die Arme – Funktioniert am besten mit einem Schlauch. Schön warmes Wasser, bis zu 40°C warm, ohne großen Druck erst über den rechten, dann den linken Arm laufen lassen und dann das gleiche mit sehr kaltem Wasser vornehmen. Diese Prozedur mehrere Male wiederholen, so startet man hellwach in den Tag.

Artikel 1 von 11