Ab in den Urlaub? Aber sicher!

von Redaktion

Wie Sie Ihr Zuhause in der Abwesenheit vor Einbrechern schützen

Einbrecher kommen nicht nur dann, wenn das halbe Land zeitgleich verreist ist. Trotzdem ist es wichtig, sich mit dem Thema „Einbruchschutz im Sommer“ zu beschäftigen. Das bestätigt Harald Schmidt von der Polizeilichen Kriminalprävention im Interview. „Ein Einbruch kann immer stattfinden, selbst wenn man nur kurz übers Wochenende verreist“, sagt der Kriminaloberrat. Und gerade auch dann, wenn man selbst Hinweise auf seine Abwesenheit hinterlässt. So beugen Sie vor:

Wie kann ich mich bei Abwesenheit schützen?

Der Briefkasten sollte nicht überquellen, Rollläden sollten etwa von Nachbarn regelmäßig heruntergelassen und wieder hochgezogen werden. Das Wichtigste ist jedoch ein guter mechanischer Einbruchschutz. Aber den bekommen Sie nicht mehr kurzfristig acht Tage vor Urlaubsbeginn vom Fachbetrieb montiert. Deshalb rät Experte Schmidt zur richtigen Sicherung der eigenen vier Wände.

Und wenn ich niemanden zum Aufpassen habe?

Um den Briefkasten nicht überquellen zu lassen, sollte man die Tageszeitung für die Zeit der Abwesenheit abbestellen, und man kann einen „Keine Werbung“-Aufkleber anbringen. Oder man beauftragt die Post, die Briefe einzulagern. Diese Maßnahmen ersetzen aber nie den mechanischen Einbruchschutz. Es gibt zu viele ungesicherte Häuser.

Was kann der Mieter tun?

Wenn der Vermieter nicht zustimmt, sind bauliche Änderungen nicht gestattet. Das heißt, Sie können also nicht an die Substanz von Fenstern und Türen ran. Aber auch dafür gibt es Lösungen, die beim Auszug beschädigungsfrei rückbaubar sind, zum Beispiel einen Panzerriegel für die Fensterlaibung. Wenn man auszieht, macht man sie ab, verfüllt die Bohrlöcher und streicht darüber.

Lohnen sich Verstecke?

Für den Gelegenheitstäter, der ins Haus kommt, während Sie Semmeln holen, wird die Zeit nicht reichen, alle Verstecke zu lokalisieren. Aber wenn Sie im Urlaub sind, haben Einbrecher alle Zeit der Welt. Und in der Regel finden sie auch alle Verstecke – egal, ob man Wertsachen im Einmachglas aufbewahrt oder im Gefrierschrank einfriert. Bankschließfächer können eine Alternative sein. Und es schadet nicht, wenn man einen Ordner mit wichtigen Dokumenten bei Abwesenheit zu den Eltern oder Geschwistern bringt, denn dann haben die auch im Fall eines Unglücks gleich alles griffbereit.

Wie beugt man vor?

Man sollte keine entsprechenden Ansagen auf dem Anrufbeantworter hinterlassen und keine Nachrichten in sozialen Netzwerken posten, wann man weg ist. Auch das Adressschild am Koffer sollte nicht beim Vorbeigehen für jedermann lesbar sein.

Wie gefährlich ist speziell die Urlaubszeit?

Es gibt keine statistischen Belege dafür. Schon der Spaziergang mit dem Hund reicht aus, um Opfer zu werden.

Allerdings finden in der dunklen Jahreszeit besonders viele Einbrüche statt.

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