Metropole an der Passer

von Redaktion

Erlebnisreicher Kurztrip in Südtirols südländischste Metropole

Merans Bevölkerung spricht zu 50 Prozent deutsch, die andere Hälfte italienisch. Dieser charmante Mix spiegelt sich wider in der alpin-mediterranen Lebensart, die sich wie ein roter Faden durch die Südtiroler Kurstadt zieht. Besucher flanieren zwischen palmengesäumten Promenaden, prachtvollen Belle-Époche-Bauten, mittelalterlichen Laubengängen und Merans neuem Herzstück: der Therme nach dem Entwurf von Star-Architekt Matteo Thun. Was man sonst noch in der Metropole an der Passer erleben kann, zeigen die folgenden, mit Abstand besten Tipps für ein Wochenende in Meran.

Die Stadt ist groß genug, um als Mini-Metropole durchzugehen, aber auch klein genug, um sich die Stadt zu erlaufen. Ein reizvoller Rundgang beginnt am prachtvollen Kurhaus von Meran mit Theater gleich gegenüber des Imperial Art Hotel. Von dort orientieren sich Entdecker in Richtung Norden und werfen einen ersten Blick in die Laubengasse.

Die Arkaden wurden bereits im 13. Jahrhundert erbaut. Ein Abstecher führt zur spätgotischen Pfarrkirche St. Nikolaus, Wahrzeichen der Stadt. Weiter verläuft die Strecke entlang der Freiheitsstraße, ebenso eine von Merans wichtigsten Einkaufsstraßen und Standort einiger liebevoll hergerichteter Grandhotels. An der Rätiastraße biegt die Route ab nach Süden, wo es die retour über die Passerpromenade geht. Tipp für eine kleine Pause: Gigis Bar.

Nun überqueren Flaneure noch den Fluss und passieren die Therme Meran, bevor sie über die Sommerpromenade zu ihrem Ziel, der Sissi-Statue gelangen.

Zahlreiche
Genussoasen

Wer Meran verlässt, ohne sich in den zahlreichen Genussoasen der Thermenstadt mit Köstlichkeiten für zu Hause einzudecken, wird es ganz sicher bereuen. Denn die Auswahl der regionalen und nationalen Gourmet-Shops ist groß. Zu den Highlights zählen Siebenförcher und der Pasta Shop unter den Lauben, Delikatessen Ausserer am Pfarrplatz und Pur Südtirol im Meraner Kurhaus. Bei Letzterem finden sich ausschließlich lokale Erzeugnisse, unter anderem von der bäuerlichen Qualitätsmarke „Roter Hahn“. Tipp: Von Mitte März bis Mitte Oktober gastiert außerdem samstags von 9 bis 13 Uhr der Meraner Markt in der Oberen Freiheitsstraße.

Seit seiner Eröffnung vor 15 Jahren hat sich das Masterpiece des Südtiroler Star-Architekten Matteo Thun, die Therme Meran, ständig neu erfunden, erst 2019 hinzugekommen sind über der Badehalle „schwebende“ Pool Suites sowie das Sun Deck inklusive 17-Meter-Rooftop-Whirlpool im Sauna-Außenbereich. Bis Mitte September planschen Besucher auch in den zehn verschiedenen Pools des 52000 Quadratmeter großen Thermenparks. Zum diesjährigen Jubiläum der Therme Meran erwarten sie viele Aktionen und Überraschungen.

Auch wenn ihr puristischer Stil radikal von der Belle-Époche-Architektur rundherum abweicht, hat sich die Therme Meran binnen kürzester Zeit zu Merans neuem Herzstück entwickelt. Mittlerweile ist der Platz vor dem markanten Glaskubus eine der angesagtesten Aperitivo-Locations der Stadt. Zu Spritz und Co. werden alpin-mediterrane Spezialitäten aus frischen, saisonalen Produkten serviert – die fantasievollen Pasta-Kreationen sind mittlerweile sogar schon unter Meranern legendär.

Die Meraner Mode-Boutiquen unter den Lauben, entlang der Freiheitsstraße und an der Via Cavour sind legendär. Davon zeugen schon die Stadtbewohner, die nicht nach Bozen fahren müssen, um sich nach dem letzten Schrei einzukleiden.

Das kleine, feine Stadtmuseum im Palais Mamming gibt einen spannenden Überblick über Merans historische Entwicklung. Den besonderen Reiz der kuriosen Sammlung machen Exoten wie eine ägyptische Mumie, die sudanesische Waffensammlung des Abenteurers Slatin Pascha, die Schreibmaschine Peter Mitterhofers und eine Totenmaske Napoleons aus. Auf die Kultur- und Alltagsgeschichte aus weiblicher Sicht vom 19. Jahrhundert bis heute hingegen hat sich das Frauenmuseum spezialisiert.

Mehr Informationen unter www.merano-suedtirol.it.

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