Bauen als Kreislauf

von Redaktion

Erstes recyclingfähiges Wärmedämm-Verbundsystem

Wer ein Gebäude dämmt, trifft eine Entscheidung für mehrere Jahrzehnte: So lang ist die durchschnittliche Lebensdauer hochwertiger WDVS. In dieser Zeit hilft die wärmegedämmte Fassade dabei, Heizenergie zu sparen und somit die Umwelt zu entlasten. Was aber ist danach? Bisherige Dämmsysteme sind auf eine einmalige Nutzung ausgelegt und können anschließend bestenfalls thermisch verwertet werden.

Nachhaltiger ist es, die verwendeten Rohstoffe erneut zu nutzen. Ein erstes Wärmedämm-Verbundsystem besteht nun aus Baustoffen, die sich sortenrein voneinander trennen lassen. Aufgrund seiner Konstruktion lässt sich das vollmineralische System nach Ablauf der Nutzungsdauer zurückbauen und wieder dem Stoffkreislauf zuführen.

Rohstoffe intelligent
nutzen

Abfallmengen reduzieren und Rohstoffe weiternutzen statt sie zu verbrennen oder auf Deponien zu entsorgen: Diese Argumente sind nicht nur für Immobilieneigentümer wichtig.

Auch viele Kommunen haben die Vorteile nachhaltiger WDVS erkannt. Als Anreiz für die energetische Optimierung des Gebäudebestands gewähren einige Kommunen Bauherren zusätzlich zum KfW-Kredit Fördergelder für die Verwendung umweltschonender Systeme.

„Baumaterialien im Gebäudebestand sind angesichts immer knapper werdender Ressourcen die Rohstoffe der Zukunft.

Wenn wir keinen Müll mehr produzieren, sondern dafür sorgen, dass die Rohstoffe wieder einer neuen Nutzung zugeführt werden, legen wir den Grundstein für eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft in der Bauindustrie“, erklärt Georg Kolbe, Leiter Produktmarketing Putz- und Fassadensysteme bei Saint-Gobain Weber GmbH.

Fassade langfristig
schützen

Zusätzlich erfüllt das erste recyclingfähige WDVS hohe Anforderungen an Energieeffizienz und Wohnkomfort. In Kombination mit mineralischen Oberputzen und Farben bleibt die Fassade auch langfristig gegen Algen- und Pilzbefall geschützt – ohne den Einsatz von Bioziden. djd

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