Immobilienumsätze in Bayern wachsen weiter

von Redaktion

Ein Plus von knapp 19 Prozent im ersten Halbjahr

„In den letzten zwölf Monaten war der Immobilienmarkt in Bayern von einer extrem hohen Investitionsdynamik geprägt. Trotz der Corona-Pandemie und der zeitweiligen Beschränkungen wurden im ersten Halbjahr 2020 mehr als 30 Milliarden Euro in Immobilien umgesetzt“, so Professor Stephan Kippes, Leiter des IVD-Marktforschungsinstituts.

Nach einer Analyse des Marktforschungsinstituts des IVD Süd e.V. auf Basis des amtlichen Grunderwerbsteueraufkommens lagen die Immobilienumsätze im Freistaat in der ersten Jahreshälfte 2020 bei insgesamt 32,42 Milliarden Euro. Gegenüber dem vergleichbaren Zeitraum des Vorjahres liegt der Zuwachs bei 18,7 Prozent. Die im bayerischen Immobilienmarkt reichlich vorhandene Liquidität wird seit Jahren durch niedrige Kapitalmarktzinsen beflügelt. Aufgrund einer etwas reduzierten Zuversicht in die Finanz- und Aktienmärkte sind Immobilien zu einer der gefragtesten Anlageformen aufgestiegen. Es ist zu erwarten, dass die Corona-Krise eine Umschichtung von Kapital in Immobilienanlagen weiter verstärkt.

Im Bundesdurchschnitt legten die Immobilienumsätze ebenfalls zu, um 6,7 Prozent. Demnach wurden Immobilien im Gesamtwert von 156,29 Milliarden Euro umgesetzt.

Die Immobilienumsatzanalyse des IVD-Instituts basiert auf den Grunderwerbsteuerdaten, das heißt der durch die Finanzverwaltung vereinnahmten Grunderwerbsteuer. Share-Deals, bei denen Immobilen in einem Unternehmensmantel gehandelt werden oder auch grunderwerbsteuerbefreite familieninterne Umschichtungen, sind in den untersuchten Immobilienumsätzen nicht enthalten.

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