Schutz vor Hagelschäden

von Redaktion

Was zu tun ist, wenn Sommergewitter zuschlagen

Immer wieder drohen im Hochsommer schwere Gewitter, die oft auch Hagel mit sich bringen. Hagelschauer dauern selten länger als eine Viertelstunde, hinterlassen aber trotzdem oft Schäden an Dächern und Fassaden oder verbeulte Autos. Was Immobilien- und Autobesitzer vor und während eines Hagelschauers tun können und welche Versicherung im Ernstfall für die entstandenen Schäden aufkommt, wissen die Versicherungsexperten der Ergo-Versicherung.

Das weltweit bisher größte gefundene Hagelkorn hatte einen Durchmesser von 20 Zentimetern und ein Gewicht von 875 Gramm. Da zweifelt niemand an seiner Zerstörungskraft. Aber auch kleinere Exemplare können gefährlich sein. Hagelkörner mit zwei Zentimeter Durchmesser rauschen mit rund 70 km/h zu Boden und können so leicht Schäden an Autos, Gärten oder Häusern verursachen.

Da Hagelkörner häufig für Verstopfungen in der Regenrinne am Dach und damit für Überschwemmungen sorgen, empfiehlt es sich, die Rinne regelmäßig zu reinigen oder einen Dachdecker damit zu beauftragen.

Wer unterwegs von Hagel überrascht wird und zu Fuß unterwegs ist, der sollte sich schnellstmöglich eine Unterstellmöglichkeit oder einen besser geschützten Ort suchen. Für den Weg dorthin gilt: Gesicht Richtung Boden, Kopf und Nacken mit den Händen schützen.

Hagelschaden: Was tun und wer zahlt?

Autofahrer, die in einen Hagelschauer geraten, sollten nicht nur die Geschwindigkeit reduzieren, sondern auch – wenn möglich – Schutz unter einer Brücke, einem Vordach oder in einer öffentlichen Garage suchen. Wenn sich keine dieser Möglichkeiten bietet, ist es besser, anzuhalten und hinten Platz zu nehmen. Aufgrund des Winkels zerbersten Glasschiebedach und Windschutzscheibe im Gegensatz zur Heckscheibe besonders schnell.

Ist das Unwetter vorbei, gilt es, das Haus auf mögliche Schäden zu überprüfen. Besonders wichtig ist das Dach. Bleibt ein Leck im Dach unbemerkt und dringt dadurch Nässe ins Haus, kann das richtig teuer werden. Nach einem besonders schweren Hagel empfiehlt der Versicherungsexperte, einen Dachdecker mit der Überprüfung des Daches zu beauftragen. Auf keinen Fall selbst aufs Dach klettern.

Schäden am besten mit Fotos oder Videos dokumentieren und unverzüglich der Versicherung melden. Für Schäden am und um das Haus herum kommt die Wohngebäudeversicherung auf. Auch eine kostspielige Solaranlage auf dem Dach lässt sich in der Wohngebäudeversicherung mit absichern. Ist durch zerbrochene Fensterscheiben Wasser in Wohnräume gedrungen und hat beispielsweise Möbel beschädigt, dann springt die Hausratversicherung ein. Für eine zerbrochene Windschutzscheibe oder eine verbeulte Motorhaube als Folge von Sturm oder Hagel ist die Teilkaskoversicherung zuständig. Auch hier gilt: Die Schäden dokumentieren und umgehend der Versicherung melden. Ein Teilkaskoschaden führt nicht zur Rückstufung der Schadenfreiheitsklasse. Je nach Schadenshöhe wird jedoch die vertraglich vereinbarte Selbstbeteiligung von der Entschädigung abgezogen. ampnet/Sm

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