Früh im Bett und trotzdem müde?

von Redaktion

So finden Morgenmuffel das richtige Bett für den erholsamen Schlaf

Manche Menschen sind nicht nur am Montagmorgen müde, sondern an vielen Tagen – und das, obwohl sie früh ins Bett gehen. „Ein Grund dafür kann unzureichender Schlafkomfort sein, denn jeder Mensch braucht ein individuell passendes Bett, und ein solches zu finden ist manchmal gar nicht so leicht“, weiß Jochen Winning, Geschäftsführer der Deutschen Gütegemeinschaft Möbel (DGM).

Ausgiebiges Probeliegen

Das A und O bei der Suche nach geeigneten Schlafmöbeln ist Probeliegen. Das gilt für das gesamte Bett, vom Rahmen über den Lattenrost bis hin zur Matratze. „Der gesamte Bettaufbau muss stabil und standsicher sein. Für eine erholsame Nachtruhe darf nichts wackeln oder rutschen und auch nichts knacken oder quietschen“, so Winning.

Hinzu kommt das individuelle Empfinden von Komfort und Gemütlichkeit, das sich bereits beim Probeliegen einstellen muss. „Verbraucher im Möbelgeschäft sollten sich mindestens 15 Minuten Zeit nehmen, allein um die Matratze beim Aufstehen und Hinlegen sowie in verschiedenen Liegepositionen auf die individuellen Bedürfnisse hin zu testen.

Besonders wichtig sei der Liegekomfort auch mit Blick auf die Rückengesundheit: Gemeinsam sollten Lattenrost und Matratze die natürliche S-Form der Wirbelsäule unterstützen. Das heißt, die Schultern und das Becken sollten tiefer einsinken als der übrige Körper. „Im Idealfall kann die Härte des Lattenrostes im Schulter- und Beckenbereich variabel eingestellt werden, da man oft erst nach einigen Nächten im neuen Bett ein Gefühl für die neue Unterlage bekommt“, gibt der DGM-Geschäftsführer zu bedenken. Auch das Kopfkissen könne im Übrigen großen Einfluss auf den Liegekomfort sowie eine rückenfreundliche Liegeposition gerade im Bereich der Halswirbelsäule nehmen.

Dem individuellen Liegetest voraus, geht die Entscheidung für eine bestimmte Bettengröße. Großgewachsene Menschen über 1,90 Meter sollten darauf achten, dass die Matratze dem gesamten Körper im ausgestreckten Zustand Liegefläche bietet. Dafür gibt es Betten und Matratzen in Überlänge von 2,10 Meter oder 2,20 Meter. Wer zu zweit in einem Bett schläft, sollte eine Bettbreite von 1,60 Meter nicht unterschreiten. Getrennte Matratzen in einem Bettgestell bieten dabei den Vorteil, dass Menschen mit unterschiedlichen Vorlieben der Matratzenhärte besser nebeneinander schlafen können.

Sehr beliebt – nicht nur bei älteren Menschen – sind zudem Betten mit einer Höhe oberhalb der üblichen 45 Zentimeter. Sie erleichtern das bequeme Hinsetzen und Aufstehen und können je nach Modell Platz für Schubkästen mit Staufläche bieten. DGM/FT

Artikel 2 von 8