Verstrahlt?

von Redaktion

Umstrittenes 5G

Handys, Smartphones, Tablets, Laptop-Computer und USB-Modems für mobiles Internet kommunizieren mittels hochfrequenter, elektromagnetischer Strahlung. Am Beginn stand für das mobile Telefon ab 1992 die reine Gesprächsverbindung mit 2G. „G“ steht für „Generation“ des Mobilfunkstandards. Es folgte 3G für Internet, dann 4G (LTE) etwa für Videokonsum. Die Dichte der Mobilfunkmasten stieg stetig an. Heute gibt es in Siedlungsgebieten kaum noch strahlungsarme Winkel.

Bemerkenswert: Der Anteil der Gespräche betrug 2019 nur noch ein Prozent des gesamten mobilen Datenverkehrs und wird weiter sinken. Der Video-Anteil soll bis 2024 auf rund drei Viertel steigen.

Höhere Frequenzen und zusätzliche Verbindungen bedeuten nach wissenschaftlichen Untersuchungen, dass die Bevölkerung einer Dauerbestrahlung durch elektromagnetische Felder ausgesetzt ist. Diese sind unsichtbare Energiebereiche, die in Hertz gemessen werden. Es stellt sich die Frage, ob negative Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit und die Umwelt zu erwarten sind?

Zwar geht die Forschung allgemein davon aus, dass solche Funkwellen keine Gefahr darstellen. Jedoch fehlen bislang Untersuchungen zu der Dauereinwirkung, die sich vor allem aus der Einführung von 5G ergeben würde.

Bei 5G werden zusätzlich zu den Mikrowellen, die bisher verwendet wurden, erstmals auch Millimeterwellen eingesetzt. Aufgrund der begrenzten Reichweite muss ein viel umfangreicheres Netz an Antennen und anderen Sendegeräten aufgebaut werden. Empfehlungen des europäischen Rates für bestimmte Strahlengrenzwerte sind mittlerweile 20 Jahre alt und somit nicht mehr anwendbar auf 5G. Die WHO und das Internationale Krebsforschungszentrum (IARC) haben hochfrequente elektromagnetische Felder im Jahr 2011 als „möglicherweise krebserregend“ für den Menschen eingestuft. Das IARC möchte bis 2024 verstärkt an den Auswirkungen von EMF-Strahlung auf die Umwelt forschen. Tyson Pham

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