Die kleinen Geschäfte in den Innenstädten leiden besonders unter dem Corona-Lockdown. Dieser Trend ist nicht nur in der Region Rosenheim und Mühldorf zu spüren.
Große Unterschiede
im Einzelhandel
Der Handelsverband Deutschland (HDE) berichtet von einer extrem unterschiedlichen Entwicklung des bundesweiten Einzelhandels im vergangenen Jahr. Laut Statistischem Bundesamt erzielte die Gesamtbranche ein Umsatzplus von mehr als fünf Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der Textilhandel zum Beispiel verlor aber knapp ein Viertel seiner Umsätze.
„2020 war für viele Unternehmen aus den Bereichen Online-Handel und Lebensmittel ein gutes Jahr, bei Möbeln und Baumärkte lief es besser als erwartet. Für die meisten Modehändler dagegen bleibt das vergangene Jahr als Katastrophe in Erinnerung“, so der HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth.
Auch in Bayern legte der Einzelhandel insgesamt zu. Das Bayerische Landesamt für Statistik verzeichnet ein Plus von 7,3 Prozent. Doch Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger warnt: „Das Wachstum beispielsweise im Lebensmitteleinzelhandel und im Online-Handel darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass Bekleidungshandel, Buchhandel, Uhren, Schmuck und viele andere innerstädtische, mittelständisch geprägte Branchen stark verloren haben.“
Die Entscheidung, „Call, Click & Collect“ zu erlauben, sei daher ein wichtiger Schritt gewesen. Die wirtschaftliche Existenz lässt sich damit zwar kaum bestreiten. Doch so können Einzelhändler zumindest einen kleinen Umsatz erzielen. Die Kunden nehmen das Angebot dankbar an.
Zumindest ein
bisschen Umsatz
Denn in den langen Zeiten des Lockdowns – wenn das private Leben eingeschränkt und Vergnügen fast nicht möglich ist – tut es einfach gut, sich etwas zu gönnen. Außerdem sorgt „Click & Collect“ dafür, dass die Innenstädte nicht völlig aussterben. Es ist also eine „Win-Win“-Situation in schweren Corona-Zeiten.khe