Auch bei „Click & Collect“ geht die Sicherheit vor. Deswegen müssen die Geschäfte nicht nur Hygienekonzepte ausarbeiten, die etwa feste Abholzeiten beinhalten, so dass sich vor dem Laden keine Menschenansammlung bildet. Auch das Tragen von FFP2-Masken ist Pflicht: Für die Mitarbeiter und Kunden, vor und im Geschäft.
Doch es sind viele qualitativ schlechte Masken im Umlauf. Schätzungen der DEKRA zufolge sollen über acht Milliarden nicht zertifizierte und qualitativ mangelhafte Atemschutzmasken nach Deutschland importiert worden sein.
Die Textilexperten Sascha Fussmann und Christian Yaglioglu, Gründer der Online-Plattform für Schutz- und Arbeitskleidung „Textile One“, klären auf.
Hohe Filterleistung
FFP2 steht für „Filtering Face Piece“. Der Vorteil dieser Masken ist ihre hohe Filterleistung, die nicht nur Schimmel und Giftstoffe, sondern auch Viren und Bakterien abhalten kann. Gute Masken müssen bis zu 94 Prozent fremde Partikel aus der Atemluft abfangen können. Bei FFP3-Masken sind es sogar 99 Prozent.
Das Problem ist, dass Verbraucher die Filterleistung nicht direkt überprüfen können. Allerdings lassen sich schlechte Atemschutzmasken oft sehr einfach zerreißen.
Dies kann einen Hinweis darauf geben, dass nicht genügend Schichten verarbeitet wurden und die Filterfunktion daher eingeschränkt ist.
Auf die Zertifikate
achten
Die Vorschriften für Atemschutzmasken regelt die sogenannte PSA-Richtlinie (EU) 2016/425 der EU. Heißt: Bevor sie in den Verkauf gehen, müssen sie den klar definierten Regulierungsanforderungen entsprechen. Die Zertifizierung ist dabei das wichtigste Merkmal, um eine gute FFP2-Maske zu erkennen. Hier gilt es insbesondere auf das CE-Zeichen zu achten. Dieses ist sofort auf der Verpackung erkennbar und lässt sich vom Verbraucher direkt beim Kauf nachprüfen.
Das CE-Zeichen allein reicht jedoch nicht aus. Wichtig ist auch eine Seriennummer des Herstellers, das Jahr der Veröffentlichung der Europäischen Norm (zum Beispiel EN 149:2001+A1:2009) und eine vierstellige Kennzahl, die Rückschluss auf die Prüfstelle gibt. Stammen die Atemschutzmasken aus Übersee, tragen sie meist andere Bezeichnungen wie KN95 aus China oder N95 aus den USA.
Qualitätsrecherche
FFP-Masken müssen durch eine notifizierte Stelle (Nando) geprüft und durch eine EU-Baumusterprüfung bestätigt worden sein. In der Nando-Datenbank der EU können Verbraucher die Prüfnummer nachrecherchieren.
Passform und
Anwendung
Eine gute FFP2-Maske liegt dicht am Gesicht an und lässt keinen Spielraum zur Haut. Hochwertige Masken haben zudem flexible Gummibänder. Wichtig ist auch, dass ein verstärkter Metallbügel eingenäht ist, um die Maske an die Gesichtsform anzupassen. Kleiner Trick: Mit einer guten FFP2-Maske kann man keine Kerze auspusten.
Geruchsneutralität
Wenn die Maske chemisch riecht und die Haut mit Rötungen und Juckreiz reagiert, handelt es sich wahrscheinlich um eine schlechte FFP2-Maske. Scheuer- und Reibeeffekte lassen sich durch die enganliegenden Masken jedoch auch bei guter Qualität nicht vermeiden.khe/Textile One