Am 23. Juli Derby gegen den SV Bruckmühl

von Redaktion

Der VfL Bochum, lange Zeit als VfL Unabsteigbar in der Bundesliga bekannt, kehrt diesen Sommer nach elf langen Jahren zurück ins deutsche Fußballoberhaus. Jahr für Jahr wurden talentierte Jungstars von finanzkräftigeren Vereinen weggelockt. Eine Situation, die man beim Sportbund DJK Rosenheim nur allzu gut kennt. Toptorjäger Marko Dukic zum Beispiel zog es zum TSV 1880 Wasserburg.

Ein erster Abstieg aus der Bundesliga war für die Bochumer 1993 unvermeidbar und der von Herbert Grönemeyer besungene VfL verkam zur Fahrstuhlmannschaft. Dieses Los möchte der Sportbund DJK Rosenheim in dieser Saison, trotz einiger Abgänge, mit einer jungen hungrigen Truppe verhindern.

Schon mehrfach rettete man sich in den letzten Spielzeiten durch beherzte Auftritte in der Relegation vor dem drohenden Abstieg. Diese Saison wird es bei zwei direkten Absteigern und drei Relegationsrängen in der Landesliga Südost nicht anders sein.

Um den Status des Vereins, der nicht absteigt, aufrechtzuerhalten, müssen Trainer Harry Mandl und sein neuer Co-Trainer Armin Just schnell eine Einheit aus jungen Spielern formen, denn eines ändert sich zum Start der neuen Saison: Kapitän Christoph Börtschök, ein Sportbund Urgestein und Fixpunkt im Kader, geht von Bord. Er wird den Grün-Weißen in den ersten beiden Saisonspielen beim SV Bruckmühl und gegen den FC Unterföhring zur Verfügung stehen und dann aufgrund anhaltender Kniebeschwerden die Fußballschuhe an den berühmten Nagel hängen. Das erste Heimspiel der Saison wird somit gleichzeitig sein Abschiedsspiel sein.

Es gibt dieses Jahr in der Landesliga Südost keinen Absteiger aus der Bayernliga Süd zu vermelden. Der VfB Hallbergmoos schaffte nach mehreren vergeblichen Anläufen den Sprung aus der Landesliga. Als Titelfavorit sieht Trainer Mandl den letztjährigen Zweitplatzierten SV Erlbach, dem der Aufstieg in die Bayernliga Süd bei zwei weniger ausgetragenen Spielen nur aufgrund der Quotientenregelung verwehrt blieb. Die Motivation der Holzländer, es allen zu zeigen und den verpassten Aufstieg nachzuholen, wird enorm sein.

Kein Absteiger, dafür aber vier teilweise sehr ambitionierte Aufsteiger aus der Bezirksliga. Eggenfelden, Brunnthal, Schwaig und ganz besonders der SV Bruckmühl aus dem eigenen Landkreis sind ernstzunehmende Gegner. Genau bei diesem SV Bruckmühl startet die Saison des Sportbund DJK Rosenheim am Freitag, 23. Juli um 19.30 Uhr.

Die Aussicht auf ein Spiel vor vielen Zuschauern weckt Erinnerungen an die Zeiten vor Corona. „Wir alle fiebern dem Saisonstart entgegen. Es ist etwas ganz Besonderes, dass wir das Eröffnungsspiel spielen dürfen und dann auch noch ein Derby“, freut sich Sportbund Trainer Harry Mandl auf den Auftaktgegner.

Viel Qualität auf und
neben dem Platz

Er erwartet den SV Bruckmühl in der oberen Tabellenhälfte und traut dem „bärenstarken“ Neuling eine ähnliche Entwicklung wie dem TSV 1880 Wasserburg zu. „Sie haben viel Qualität auf und neben dem Platz. Eine tolle Herausforderung für meine junge Truppe und sicherlich eine Standortbestimmung für die kommenden Aufgaben die es ebenfalls in sich haben.“

13 Heimspiele bis zum
Ende der Herbstrunde

Ein Mammutprogramm wartet gleich zu Saisonbeginn auf die Mannschaft des Sportbund. 13 Heimspiele stehen bis zum Ende der Herbstrunde an, davon allein sechs Heimspiele am Stück vom 8. August bis zum 4. September.

Das bietet einerseits die Chance, mit einer guten Heimbilanz vorzulegen, aber andererseits besteht die Gefahr bei durchwachsenen Ergebnissen tief in den Abstiegskampf abzurutschen, denn das Frühjahr wartet zum Start mit fünf Auswärtsspielen in Folge auf.

Harry Mandl sieht die vielen Spiele im Herbst – allein im Juli und August stehen vier englische Wochen auf dem Spielplan – durchaus kritisch. „Die vielen Spiele fordern gerade Amateursportler nach der langen Coronapause immens und bringt sie an ihre Leistungsgrenzen. Diese Grenze legen jedoch wir, Spieler und Trainer, gemeinsam fest. Vor allem wir Übungsleiter sind nun gefragt durch qualitativ hochwertige Trainingseinheiten diesen Leistungsbereich individuell auszubauen, ohne dabei die Grenzen zu überschreiten. Die Spieler müssen sukzessive darauf vorbereitet und während der Saison begleitet werden.“

Seit dieser Saison steht Harry Mandl mit Armin Just, ein Co-Trainer zur Seite.

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