Sicher mit dem Kinderwagen unterwegs

von Redaktion

Soll es ein Kinderwagen, ein Kombimodell oder ein Sportwagen sein?

Ein Kinderwagen ist eine nicht unerhebliche Investition und sollte gut überlegt sein, damit Eltern und Kind möglichst lange etwas von dem Kinderwagen haben. „Eltern sollten auf Sicherheit und Qualität achten und sich vorher gut überlegen, ob es ein Kinderwagen, ein Kombimodell oder ein Sportwagen werden soll“, erklärt Robert Ziegler, Produktexperte vom TÜV SÜD.

Erste Überlegungen
zur Anschaffung

Grundsätzlich sollten sich Eltern überlegen, wie sie den Kinderwagen hauptsächlich einsetzen. Dafür spielt neben dem Alltag auch das Freizeitverhalten eine Rolle. Wer die Joggingrunde mit Kind machen möchte, benötigt dafür ein Modell mit größeren Reifen. Luftgefüllte Reifen gleichen Unebenheiten am Boden besser aus, und die Kleinen liegen und sitzen bequemer. Für sportliche Zwecke sollte der Kinderwagen auch ausgelegt und gekennzeichnet sein. So haben Jogger zum Beispiel auch Bremsen am Schiebegriff. Es gibt Modelle, die sportlich aussehen, aber nicht zum Joggen oder Inlineskaten geeignet sind. Diese tragen den Warnhinweis „Nicht zum Joggen oder Skaten geeignet“. Für Eltern, die voraussichtlich Baby und Kinderwagen häufig im Auto transportieren werden, ist ein praktisches, leichtes und klappbares Modell eine gute Wahl. Wer sich vorwiegend in Städten und in öffentlichen Verkehrsmitteln bewegt, sollte auf Lenkbarkeit und Breite des Wagens achten, um auch in engen Situationen eine gute Wendigkeit zu haben. Für diesen Zweck gibt es Kinderwagen mit lenkbaren Rädern, die auch festgestellt werden können. Generell praktisch sind Kombimodelle. Diese bieten ein Grundgestell, das mit verschiedenen Aufsätzen kombiniert werden kann.

Sicherheit und Qualität

„Die Stabilität des Wagens ist ein wichtiger Punkt, denn ein Umkippen sollte möglichst ausgeschlossen werden. Die DIN EN 1888 regelt die Anforderungen für Feststellbremsen, die Verwendung der Chemikalien, den Verriegelungsmechanismus und – ganz wichtig – die Kennzeichnung des Gefährts mit Warnhinweisen“, erklärt Ziegler. Die DIN EN 1888 wird dabei von Elterninitiativen und Expertengruppen als ein bedeutender Beitrag zum Verbraucherschutz wahrgenommen. Das TÜV-SÜD-Oktagon beziehungsweise das GS-Siegel für „Geprüfte Sicherheit“ geben Auskunft darüber, dass alle beweglichen Teile, die sich in Reichweite des Babys befinden, sicher verbaut sind. So kann ein Einklemmen der kleinen Finger ausgeschlossen werden. Gelenke des Kinderwagens müssen gegen ein ungewolltes Zusammenklappen gesichert sein. Nicht nur die Stoffqualität und das Muster sollten in Augenschein genommen werden. Sind auch Reflektoren angebracht, erhöht dies die Sichtbarkeit im Dunkeln. Eine Feststellbremse sollte Standard sein. Im Sportwagensitz ist auf leicht bedienbare und verstellbare Sicherheitsgurte zu achten. Generell gilt: Je breiter die Spurweite, desto stabiler ist das Gefährt. Dabei sollte der Kinderwagen natürlich nur so breit wie nötig sein, um auch in engeren Bereichen wie beispielsweise im Supermarkt oder in einer Trambahn noch Platz zu finden. Ein Kinderwagen ist bedingt zum Transport von Einkaufsgütern geeignet. ots

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