Die Eggstätt-Hemhofer Seenplatte, die 1936 zum Naturschutzgebiet ausgerufen wurde und somit als ältestes Naturschutzgebiet gilt, ist auch Teil des europaweiten Schutzgebiets „Natura 2000“, bei der über eine Biotopverbundachse die beiden Naturschutzgebiete Eggstätt-Hemhofer Seenplatte und Seeoner Seen miteinander verbunden sind. Aber so viel Schönheit birgt auch Gefahren, denn 10000 Jahre alte Erden bergen Rohstoffe, sei es beim Torfabbau, der um 1800 begann und erst ab Mitte des 20. Jahrhunderts eingestellt wurde, oder sei es das Ansinnen der RAG Austria, unterhalb des Langbürgner Sees im Naturschutzgebiet nach Gas zu bohren (das Vorhaben wurde 2013 nach erheblichen Widerständen aufgegeben, Anm. der Red.). Landwirtschaftlich intensiv genutzte Flächen oder hohe Trinkwasserentnahmen bedrohen das Naturschutzgebiet ebenso wie der Tourismus. Seit drei Jahren ist Patrick Guderitz nun Gebietsbetreuer für das Gebiet. Im Zuge der Schutzmaßnahmen für das Hochmoor bei Weitmoos wurde im späten Winter vergangenen Jahres nachentbuscht, um dem Heranwachsen von Gehölzen entgegenzuwirken und damit den bestehenden Lebensraum für Pflanzen und Tiere zu erhalten. Fotos elk/re