Ein großartiges soziales Miteinander werde in Prien gepflegt, weiß Bürgermeister Andreas Friedrich zu berichten. Wenn er richtig gezählt habe, komme er auf über 120 Vereine. Und das sei viel für eine Marktgemeinde mit knapp 11000 Einwohnern.
Besonders auch Senioren fühlen sich gut aufgehoben in Prien, so Bürgermeister Friedrich. Ein Team unter Leitung von Renate Schuderer sorgte vor der Pandemie für ein buntes Jahresprogramm für Senioren mit Vorträgen, Nachmittagen und Ausflügen. Eigentlich wäre das 20. Jubiläum des Seniorenprogramms angestanden. Doch auch das fiel der Pandemie zum Opfer. Im Sommer gab es einige Lichtblicke: So ging es beispielsweise für 30 Senioren hoch in die Luft. Auf dem Riesenrad am See konnte die ältere Generation den Ausblick auf den Chiemsee genießen. Zusammen mit Kursana – Betreiber des größten Seniorenheims in Prien – plane man weitere Aktivitäten. Bürgermeister Friedrich baut darauf, dass das Seniorenprogramm heuer wieder voll durchstarten kann.
Neue Kitaplätze
in Wildenwart
Der Rathauschef sieht die Marktgemeinde in Bezug auf das soziale Leben gut aufgestellt, wenngleich bei den Kindergartenplätzen Nachholbedarf besteht. Sieben Kindergärten und eine zusätzliche Spielstube für Kleinkinder (0 – 3 Jahre) stehen zur Verfügung. Und doch reichen die Plätze nicht. Eine Bedarfsumfrage ergab, dass fast 50 Betreuungsplätze fehlen. Und so wurde schon im Mai 2020 nachgebessert: „Binnen drei Monaten haben wir mit vereinten Kräften den Kindergarten Prievena in Modulbauweise errichtet,“ erinnert sich Bürgermeister Friedrich. Der KiGa residiert in Containern neben dem König-Ludwig-Saal, eine Übergangslösung, betont Friedrich, denn in Wildenwart soll – in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Frasdorf – eine neue Kinderbetreuungseinrichtung auf einem 5000 Quadratmeter großen Grundstück neben Kirche und Schule entstehen. „Mit dieser gemeindeübergreifenden Zusammenarbeit bei Planung, Bau und Betrieb sind wir die Ersten in Bayern,“ betont Friedrich. Angedacht war ein Baubeginn dieses Jahr, er wird sich aber wohl auf 2023 verschieben. Für den Herbst 2023 ist zudem die Eröffnung des sechsgruppigen Kinderhorts geplant, der auf dem alten Hartplatz neben der Franziska-Hager-Turnhalle für rund sechs Millionen Euro entstehen soll: Der Bedarf ist gestiegen, der Bau also dringend nötig, erklärt der Priener Rathauschef. elk