Sanieren und fördern in Gars

von Redaktion

Trotz einer angespannten Finanzsituation plant die Marktgemeinde Gars einige Investitionen. Das betrifft die Sanierung mit Umnutzung der ehemaligen Grundschule, die Einrichtung eines Waldkindergartens, weitere Sanierungsmaßnahmen der Mittelschule und außerdem die Erweiterung der Kläranlage und den Neubau des Feuerwehrhauses in Lengmoos. Hinzu kommt auch der Breitbandausbau mit Anschluss zusätzlicher Haushalte durch Glasfaser als Zielvorgabe.

Das Gesamtvolumen des Haushalts wird sich dabei absehbar von 10,5 Millionen Euro auf rund zwölf Millio-nen Euro im Jahr 2022 steigern. Größter Ausgabeposten im Verwaltungshaushalt ist die künftig steigende Kreisumlage mit 2,1 Millionen Euro.

Weil in den Jahren bis 2024 Investitionen erforderlich sind, hob der Gemeinderat die Hebesätze für die Grund- und Gewerbesteuer auf 380 Prozent an.7

Abreißen oder die alte Grundschule doch sanieren? Der Gemeinderat entschied sich fürs Sanieren. Mittler-weile ist die Vorplanung abgeschlossen, nun ist ein Architektenbüro an der Reihe, das Vorhaben, einen Kin-dergarten mit Krippe und Hort konkret auszuarbeiten. Nicht alle Räume werden dabei von Kindern und Erziehern genutzt werden, wer zusammen mit ihnen einzieht, ist offen. Ergänzen soll das Betreuungsangebot in Gars zudem ein Waldkindergarten.

Die Digitalisierung kommt in der Grund- und Mittelschule derweil gut voran, das Budget dafür ist um 16300 Euro in Form von Fördermitteln erweitert worden. Es gibt 30 Laptops für Lehrer und 51 Leihgeräte für Schüler. Hinzu kommen nun 105 Tablets, ein Großbildmonitor, sieben Beamer, zwölf Leinwände, 31 Dokumentenkameras, Lautsprecher und Kameras, sowie ein flächendeckendes WLAN-Netz.

Ein tatsächlich ausgezeichneter Neubau ist das Oberschätzlhaus am Marktplatz.

Ausgezeichneter Neubau steht in der Gemeinde

Es ist mit dem Begriff „Wohnbauten des Jahres 2021“ in der Kategorie „Nachverdichtung“ vom „Award Deutscher Wohnungsbau“ gewürdigt worden. Bauherr ist der Markt Gars.

Entstanden ist nahe des Marktplatzes ein Ersatzbau mit sechs barrierefreien Wohnungen in der Größe zwischen 43 und 73 Quadratmeter für einkommensschwächere, beeinträchtigte und für ältere Menschen. Der Bau kostete 1,3 Millionen Euro, die staatliche Unterstützung betrug 419000 Euro plus einem zinsgünstigen Darlehen über 800000 Euro. kg

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