Das Schwimmbad gehört zu den Dauerthemen in Bad Feilnbach, doch auch für dieses Jahr ist die Botschaft am Ende positiv: Es wird 2022 wieder eröffnet und die Zukunft ist gesichert. Das wird alle Fans des Schwimmbades erfreuen und von denen gibt es viele, nicht nur in Bad Feilnbach, sondern auch darüber hinaus. Der eindeutige Beweis: Im letzten Jahr hat das Bad den ro24-Award für das beliebteste Freibad gewonnen. Das Bad in Au steht dem übrigens kaum nach, es hat den vierten Platz belegt.
Trotzdem hatte der Gemeinderat zwischenzeitlich überlegt, ob es für das Feilnbacher Freibad in seiner jetzigen Form nicht Alternativen gäbe, zum Beispiel eine Umgestaltung zum Naturschwimmbad. Die Hoffnung war, dass man durch den Umbau nicht nur die Sanierungskosten sparen, sondern auf Dauer auch die Unterhaltskosten etwas senken können würde, zum Beispiel die Kosten für die Wasserumwälzung und Reinigung, die ja erheblichen technischen Aufwand voraussetzt.
Umbau zum Naturbad nicht billiger
Allerdings stellte sich bei näherer Betrachtung heraus, dass ein Umbau zu einem Naturbad nicht viel billiger wäre als die Sanierung des jetzigen Bades. Den kaum vorhandenen finanziellen Vorteil würde man aber mit einer gewissen Betriebsunsicherheit erkaufen: Bei Naturbädern erfolgt die Reinigung des Wassers auf natürlichem Weg und kann bei starkem Besuch nicht einfach intensiviert werden. Die mögliche Folge wären dann zeitweise Besucherbeschränkungen – etwas, dem sich niemand sehenden Auges aussetzen will.
Der Gemeinderat entschied sich deshalb am Ende doch für die Sanierung des Bades. Dabei wird man, für die Maßnahmen, die am drängendsten anstehen, nicht länger auf eventuelle Fördermittel warten. Zwar gibt es dafür entsprechende Töpfe bei der Staatsregierung, doch das jährlich vorhandene Fördervolumen ist gedeckelt und die Nachfrage sehr groß: Es gibt einfach zu viele sanierungsbedürftige Freibäder in Bayern.
Chloranlage erneuert
Der Austausch der Pumpen und die Erneuerung der Chloranlage wurde bereits durchgeführt und aus eigener Kraft finanziert. Nach der diesjährigen Saison soll die Erneuerung der Beckenränder folgen, für die Folgejahre hat man dann auch noch die Überarbeitung der gesamten Elektrik auf der Vorhabenliste. Die Hoffnung, vielleicht doch noch einen gewissen Ausgleich durch Fördermittel zu bekommen, hat man dabei noch nicht ganz aufgegeben, die Verwaltung wird sich weiter darum bemühen. jt