120. Jubiläum und Vielfaltsweg

von Redaktion

Der Gartenbauverein Großholzhausen feierte im vergangenen Jahr das 120. Jubiläum. Unter dem Motto: „Da haben wir den Salat – 120 Jahre Gartenbauverein Großholzhausen mitten in der Pandemie“, hat man die Feierlichkeiten an die frische Luft verlegt. Nach Grußworten und Glückwünschen, unter anderem von Bürgermeister Olaf Kalsperger, der als Jubiläumsgeschenk eine „Kieskanne“ mit einem Geldgeschenk überreichte, gab es als Höhepunkt des Abends noch eine Open-Air-Filmveranstaltung.

Doch damit war es noch lange nicht genug. „Wie kann man mit Abstandsregeln ein Projekt aufsetzen, bei dem möglichst viele Menschen mitmachen und noch viel mehr etwas davon haben?“ Das fragte sich die Vorsitzende des Gartenbauvereins Großholzhausen, Brigitte Holzner, bereits Anfang des Jahres. Anlass war die Auslobung eines Wettbewerbs mit dem Leitthema „Vielfalt“ des Landesverbandes für Gartenbau und Gartenpflege. „Vielfalt als Gemeinschaftsaufgabe in Zeiten von Corona – da rauchten die Köpfe!“, erzählt die Vereinschefin.

Ergebnis eines Webinars war die Idee des „Vielfaltsweges ‚3K‘“, wobei „3K‘ für „Kräuter Kunst Kulturgeschichte“ stehen sollte. Die Vorstandsvorsitzende entwickelte mit den Vereinsmitgliedern ein großes Projekt, bei dem nicht nur die biologische, sondern auch gleich noch die soziale Bandbreite eine tragende Rolle spielte und meint dazu: „Das ist mal ein Vorteil an der ganzen Pandemiesituation. Das Denken bekommt eine ganz neue Richtung, und so ein Ansatz liegt mir, als Naturcoach und Kräuterpädagoge, sehr gut.“

Zwölf Holzfiguren wurden vom Ehrenvorsitzenden des Vereins, Franz Holzner, 83, aus dicken Holzplatten sorgfältig ausgeschnitten, nachdem Maria Holzner die Gestaltung der Figuren auf das Holz übertragen hatte. Die Figuren stehen verteilt auf dem Gartenbaugelände und sind mit passender Bepflanzung versehen.

Die Silhouetten dagegen haben ihren Platz am Weg vom Sportplatz in Großholzhausen in Richtung zur Schwarzlack gefunden. Die Holzaufsteller stellen zwölf Heilige dar, die in Verbindung mit Kräutern, Natur und Nachhaltigkeit stehen.

Für alle Figuren wurde eine „Patenschaft“ vergeben. Sowohl eine Schulklasse, eine Kindergartengruppe, eine Frauengruppe und auch die beiden Pfarrer von Raubling haben jeweils eine Patenschaft übernommen und dazu noch einige Privatpersonen.

Die jeweiligen Paten hatten die Aufgabe, die entsprechende Figur mit kurzen Texten in einem Erklärvideo darzustellen. Die Filme können auf der Website des Gartenbauvereins abgerufen werden oder über den QR- Code, der auf dem Hinweisschild zum Vielfaltsweg zu finden ist.

Bei der Eröffnungsvernissage gab es Grußworte von Bürgermeister Kalsperger, Segen von den beiden Pfarrern der Gemeinde Raubling, Michael Krauß und Martin Gehringer, und sogar ein Ständchen mit Gesang und Tuba vom Vorstand des Gartenbau-Kreisverbandes Thomas Pummerer.

Ab dem 3. Advent bis zum Dreikönigstag konnte man, nachdem man den Vielfaltsweg durchschritten hat, noch den sogenannten „Krippenweg“ erwandern, der zum Berggasthaus Schwarzlack führte.

Unter Organisation von Brigitte Holzner hatten viele Gruppen, Schulklassen und Privatleute eine outdoorfähige Krippe gebastelt und diese entlang des Weges ausgestellt. „Das ist unglaublich gut angekommen“, freut sich Brigitte Holzner. sön

Artikel 6 von 11