Trotz den einschränkenden Maßnahmen der Corona-Politik ging das Leben in den Gemeinden weiter. In vielen Gemeinden wurde gebaut, Wohnraum geschaffen, Infrastruktur erneuert, Maßnahmen für den Hochwasserschutz oder für den Ausbau der Digitalisierung getroffen. Der Blick ist in die Zukunft gerichtet, es geht darum, die richtigen Weichen für die künftigen Generationen zu stellen, in puncto Mobilität, Bildung, Lebensraum und vor allem natürlich Umwelt- und Klimaschutz.
Ein ganz großes Thema, mit dem sich die Gemeinden befassen, ist die Suche und die Ausweisung von bezahlbarem Wohnraum. In Vogtareuth zum Beispiel wurde unter anderem in Weikering Bauland für Einheimische ausgewiesen. In Prien sollen im Wohnquartier Trautersdorf 48 Wohnungen entstehen. Und auch die Gemeinden Riedering und Söchtenau haben neues Bauland ausgewiesen.
In Eggstätt ist die neue Rettungswache, zuständig für den nördlichen Bereich ab Eggstätt, Höslwang und Halfing und betrieben von der Ambulanz Rosenheim, seit März vergangen Jahres stationiert.
In der Hartseegemeinde wurde, wie in vielen anderen Gemeinden auch, die Straßenbeleuchtung auf LED umgerüstet: sie wird damit insekten- und auch menschenfreundlicher. Und die Gemeinde Griesstätt nimmt den Breitbandausbau selbst in die Hand: Sie errichtet das Glasfasernetz selbst und verpachtet es an einen Netzbetreiber.
Wie wichtig Geselligkeit und Gemeinschaft sind, zeigt sich vor allem in Zeiten von Corona. Wo es entsprechend der Bestimmungen möglich war, wurde zusammen gefeiert und musiziert. Unter anderem feierte der Gartenbauverein in Raubling sein 120. Jubiläum, der GTEV Vogtareuth beging das 100-jährige Bestehen.
Im Fokus standen vielerorts auch die Senioren, Jugendliche und Kinder. Die Bürgerhilfe Vogtareuth organisierte einen Seniorentreff, in Prien freuten sich Einheimische und Gäste über das Riesenrad, das am Ufer des Chiemsees aufgestellt worden war.
Neue Kinderbetreuungsplätze wurden geschaffen – ist der Bedarf doch unvermindert hoch. So hat zum Beispiel Riedering seinen Kindergarten umgebaut, in Prien ist für Herbst 2023 die Eröffnung des sechsgruppigen Kinderhorts geplant. Die Vogtareuther haben für den Kindergarten Zaisering eine neue Wasserspielanlage gebaut.
Eine große Rolle spielt in vielen Gemeinden die Suche nach Trinkwasser. So wurde in Raubling nicht nur für die Zweieinhalbfach-Turnhalle mit rund 7,5 Millionen Euro und die Erweiterung des Kindergartens in Großholzhausen viel Geld in die Hand genommen, sondern auch für den neuen Hochbehälter oberhalb von Litzldorf, der eine Investition von etwa 3,5 Millionen Euro darstellt. Im Bereich Trinkwasser stehen hier neben der Sanierung des alten Hochbehälters auch Maßnahmen bei der lokalen Kläranlage an. Hier wurde bereits im letzten Jahr die Entscheidung gefällt, diese nicht mehr zu sanieren, sondern das Abwasser per Anbindung an die Rosenheimer Kläranlage zu entsorgen. In Raubling wurde außerdem ein Barfußpfad im Bürgerpark realisiert und feierlich eröffnet.
Klima- und Umweltschutz spielen ebenfalls eine große Rolle in den Gemeinden der Region. In Nußdorf wehren sich die Bürger und Bürgerinnen gegen eine Erweiterung des Steinbruchs. Die Grundschule Söchtenau bekam eine Auszeichnung für das besondere Engagement zur nachhaltigen Verbesserung der Umwelt. In Bad Feilnbach wurde ein Arbeitskreis Klima und Umwelt ins Leben gerufen.
Neue Bauten oder Ausrüstungsgegenstände für Vereine oder Institutionen wie die Feuerwehr, den Bauhof oder die Kläranlagen, neue Radwege, Parkleitsysteme und vieles andere mehr zeigen, dass das Leben in den Gemeinden alles andere als stillsteht. Lesen Sie auf den kommenden Seiten selbst, wie lebendig es in der Region zugeht.