Neue Kinderkrippe und ein Jubiläum

von Redaktion

Im September war es soweit: Die neue Kinderkrippe war bezugsfertig. Auch wenn es eines Bürgerentscheides über den Standort bedurfte: „Letztendlich ist dank einer durchdachten Planung eine Kindertagesstätte entstanden, die allen Ansprüchen gerecht wird“, so Bürgermeister Lorenz Kronberger. Obendrein blieb man deutlich unter den veranschlagten Kosten.

Ein Projekt, das den Gemeinderat stark beschäftigte, war das Gewächshaus. Analog dem Gewächshaus in Tüßling hatte der Betreiber einen Antrag eingebracht, in Weiding eine weitere Anlage zu errichten. Hier war man sich uneins, ob man diesem Vorhaben zustimmen sollte. Zu groß waren die Bedenken hinsichtlich der Belastungen in der direkten Nachbarschaft und in Bezug auf die Umweltemissionen. In erster Abstimmung verweigerte der Gemeinderat die Zustimmung, was zur Folge hatte, dass das Landratsamt zu einer weiteren Abstimmung aufforderte. Auch hier votierte man dagegen, ein Votum, das schließlich dazu führte, dass das gemeindliche Einvernehmen durch die Baubehörde ersetzt wurde. Ein von den Grünen entlang der ehemaligen B 12 mit Plakaten initiierter Protest, verlief ebenfalls im Sand. Das Bauvorhaben ist mittlerweile so weit fortgeschritten, dass im Frühjahr mit der ersten Ernte zu rechnen ist. Obst und Gemüse aus der Region für die Region – damit wirbt der Betreiber und dafür hatten sich nicht zuletzt auch einige Gemeinderäte und Bürgermeister Lorenz Kronberger stark gemacht.

Einigkeit herrscht indessen in puncto Bauland. Hier möchte man jungen Einheimischen ermöglichen, in der Region zu bleiben. Nachdem im Pollinger Baugebiet „An der Rauhleite“ bereits rege Bautätigkeit herrscht und auch schon einige Häuser bezogen sind, geht es nun in Grünbach weiter. Hier konnte die Gemeinde ein Grundstück für ein neues Baugebiet erwerben und so neues Bauland schaffen. Die Erschließungsarbeiten sind bereits in vollem Gange, so dass in diesem Jahr mit dem Beginn der Bautätigkeiten zu rechnen ist.

Umstieg auf nachhaltige Energie

Nachdem für die Orte Polling und Ehring/Weiding in den nächsten Jahren mit einer Fernwärmeversorgung über eine Geothermieanlage zu rechnen ist, ergibt sich auch für Oberflossing die Möglichkeit einer Fernwärmeversorgung. Geplant ist eine zentrale Hackschnitzelheizung, die ein ortsansässiger Unternehmer errichten und in Betrieb nehmen möchte. Verteilung und Abrechnung würde bei der Gemeinde liegen, ähnlich dem Konzept der Geothermie in Polling. Zu klären bleibt, ob sich die Gemeinde einem Energieversorger als Partner anschließenb wird. Denkbar sind auch kommunale Zusammenschlüsse oder Genossenschaften mit Bürgerbeteiligung. Derzeit werden in der Gemeinde Fragebögen für die Oberflossinger vorbereitet. Darin wird das grundsätzliche Interesse an einem Fernwärmeanschluss abgefragt. Gleichzeitig sollen auch die möglichen Einsparpotenziale des Heizölverbrauches angegeben werden. Bürgermeister Lorenz Kronberger sieht hier für beide Orte eine Chance: „Dies wäre ein wichtiger Schritt in den nächsten Jahren, die Energiewende weiter voranzubringen. Regenerative Energieformen wie Geothermie oder auf Basis nachwachsender Rohstoffe sind gute Ansätze“, so der Bürgermeister.

Im nächsten Jahr feiert Polling sein 900 jähriges Bestehen. So geht es aus einer Urkunde aus dem Jahr 1123 hervor, in der Polling erstmalig erwähnt wird. Eine Kopie dieses geschichtlichen Dokumentes befindet sich im Rathaus, das Original wird in Wien aufbewahrt. Die Vorbereitungen für dieses Jubiläum sind bereits angelaufen und werden von einer Arbeitsgruppe um Professorin Dr. Waltraud Schreiber, Hans Blümhuber und Arnold Dietl geleitet.

Ein Jubiläum feiert auch der Dorfladen in Flossing: Im Mai sind es zehn Jahre, seit die Flossinger ihre Nahversorgung selbst in die Hand genommen haben. wag

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