Das rund 860 Einwohner zählende Dorf kann beruhigt in die Zukunft blicken. In den vergangenen Jahren wurde eine Vielzahl an Maßnahmen umgesetzt, die die Gemeinde bestens auf künftige Herausforderungen vorbereitet. Zu einem der wichtigsten Projekte gehörte im vergangenen Jahr die Sicherung der eigenen Wasserversorgung. Nach genau einem Jahr Bauzeit konnte das Projekt erfolgreich abgeschlossenen werden. In Zusammenarbeit mit dem Wasserzweckverband Taufkirchener Gruppe schafften es die Baufirmen, rund 27 Kilometer Versorgungsleitungen durch das gesamte Gemeindegebiet zu legen und die Häuser anzuschließen. Die Baumaßnahme beinhaltete auch eine Verbundleitung mit den Gemeinden Engelsberg und Polling. Bürgermeisterin Anna Meier freute sich über die zügige Umsetzung der Bauarbeiten. Jetzt sind alle Bürger auch im Außenbereich an die Wasserversorgung angeschlossen.
Ebenfalls einen Schritt weiter ist man beim Breitbandausbau vorangekommen, so dass die Versorgung rund um Oberneukirchen bald fertiggestellt sein wird. Nach rund sieben Jahren kann dann im Rahmen der dritten Ausschreibung das Projekt endlich abgeschlossen werden.
Auch in Sachen Schule konnte die Gemeinde aktiv werden und Raumlüftungsgeräte installieren. Im kommenden Schuljahr wird es wieder zwei erste Klassen geben. Das dritte Klassenzimmer soll dafür wieder auf Vordermann gebracht werden. Ebenfalls für die Kinder konnte im vergangenen Sommer ein Ferienprogramm mit sieben Veranstaltungen auf die Beine gestellt werden.
Kommt das Handwerkerdorf?
Das von den Bürgern gemeinsam erarbeitete Ortsentwicklungskonzept bestätigt das hohe Interesse am Geschehen in der Gemeinde. Durchgeführt wird dieses Konzept vom Amt für ländliche Entwicklung. Bürgermeisterin Anna Meier betonte noch einmal, wie viele konstruktive Ideen eingeflossen sind. Das von vielen gewünschte Gewerbegebiet in Form eines Handwerkerdorfes ist ein Vorschlag, der besonders positiv aufgenommen wurde. Auch dem Bau eines neuen Gemeindehauses steht nichts im Weg. Hier sollen nicht nur Büro- und ein Sitzungsraum untergebracht, sondern auch Platz für die Vereine, den Kindergarten und die Seniorengruppe geschaffen werden.
Ebenfalls ein zentrales Thema ist die Wohnraumsituation. Vor allem neue Wohnformen für kleine Gemeinden wurden im Rahmen der Ortsentwicklung diskutiert. Zudem erarbeitet die Arbeitsgruppe „Oberneukirchen vereint“ Angebote für alle Altersgruppen zu den Themen Brauchtum, Naherholung und Mobilität. Dazu zählen etwa ausgewiesene Radtouren, Wanderwege und Mitfahrbankerl. Darüber hinaus planen sowohl die Schützen und Reservisten die ausgefallenen Feste so bald als möglich nachzuholen. fim