Wasser hat Priorität

von Redaktion

Das Staatliche Gesundheitsamt Rosenheim hat 2020 eine erhebliche Überschreitung des Grenzwertes für coliforme Keime und große Mängel im Bereich der Wasserversorgung festgestellt. Das Ingenieurbüro ROPLAN kam zu dem Ergebnis, dass viele Schieber, Hydranten und Entlüfter nicht mehr funktionieren.

Derzeit besteht eine hohe Gefahr der Verkeimung durch zwölf Totleitungen. Bei Bränden ist die Löschwassermenge nicht mehr sichergestellt, 13 von 39 Hydranten schaffen nicht die geforderte Fördermenge von 48 Kubikmeter in der Stunde.

Bürgermeister Manfred Reithmeier, Gemeinderat und Verwaltung gingen die Probleme an. So wurde der Behälter in Eich notsaniert, Luftfilter eingebaut, die Lufteinlässe von außen verschlossen und die alte Verrohrung durch Edelstahl ersetzt. Die alte Druckerhöhungsanlage von 1967 wurde erneuert. Belüfter und Schieberkreuze, die für Keimantrag verantwortlich waren, wurden ersetzt.

Jetzt steht die Sanierung der Wasserversorgung östlich der Bahnlinie an. Das Planungsbüro legte eine neue Trasse vom Übergabeschacht bis nach Steingassen fest. Mit den Grundstückseigentümern wurde eine Vereinbarung getroffen. Der Bau soll im Frühjahr 2022 beginnen und bis Mitte des Jahres abgeschlossen sein. Ab dann fällt erst die Chlorung östlich der Bahn weg. Für die neue Leitung östlich der Bahn wird mit 650000 Euro gerechnet. Rund 100000 Euro wird es kosten, die Totleitung zu entfernen. Löschbehälter und Hydranten werden auf 150000 Euro geschätzt. Die Kosten für einen neuen Hochbehälter sind noch nicht bekannt. hri

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