Die Einschränkungen der Pandemie machten auch 2021 keinen Halt vor den Festen. Trotzdem waren Kirche, Gemeinde und Vereine erfinderisch und stellten in der Zeit, als es möglich war, einiges auf die Beine. Mit zu den ersten gehörte der Pfarrverband. Die Damen und Herren des Pfarrgemeinderates boten ein Pfarrfest zum Mitnehmen an. Die eingegangenen Vorbestellungen beim Pfarramt waren beachtlich. Sie summierten sich auf 153 Hendl und 130 Steckerlfisch. Für die georderten Kuchenstücke mussten 21 Kuchen gebacken, belegt und garniert werden. Beim Grillen und Verkaufen waren neben dem Pfarrgemeinderat noch etliche Helfer nötig. Sonntagmorgen bauten sie auf, spätestens um 10 Uhr wehte der himmlische Geruch von Hendl und Steckerlfisch über den Marktplatz. Nach dem Familiengottesdienst kamen alle und holten ihr Essen ab. Es gab auch ein Gewinnspiel. Gefragt wurde die Anzahl der Stufen in beiden Kirchtürmen. Eine knifflige Frage, nicht jeder war schon in den beiden Türmen, und selbst wenn: kaum einer zählt die 192 Stufen. Allein 130 davon sind es übrigens im großen Turm.
Ausnahme für
Flohmarkt
Die Liebhaber von Flohmärkten mussten zwei Jahre lang auf Stände und Trödel verzichten. Andrea Gartner fand, das müsse sich ändern. Sie ging zum Bürgermeister Daniel Wendrock (parteilos) und beantragte eine Genehmigung für den Kaisergarten, die sie vom Gemeinderat sofort in der Sitzung im August erhielt. Sie wollte es rein privat halten und Händler ausschließen. Das Echo war überwältigend. In kurzer Zeit haben sich 90 Stände angemeldet, 30 mussten auf die Warteliste. Die Besucher strömten reichlich. Der Flohmarkt ging bis drei Uhr nachmittags. Sieben Euro kostete die pauschale Standmiete. Der Erlös ging an die Rotter Zwergerlgruppe im Meilinger Bauhof. Die brauchen noch eine Ausstattung für den Aufenthalt im Freiem.
Das angedachte Seniorenfest im Kaisergarten unter den geforderten Auflagen war nicht möglich, deshalb lud der Seniorenbeirat die Senioren ab 65 Jahren Anfang September mittags in den Biergarten des Landgasthofes Stechl ein.
Bei der Zugangskontrolle erhielten die Gäste einen Verzehrgutschein.
Sketchabende im
neuen Stechlsaal
Glück hatte der Rotter Theaterverein. Er konnte Ende Oktober drei Sketchabende im renovierten Stechlsaal veranstalten. Alle Darsteller zeigten ihr Können. Vor allem die Jugend begeisterte. Unter Regie von Marlies Scheidegger spielte der Theaternachwuchs sehr erfrischend die Sketche „Gespräch beim Frühstück“, „der Arztbesuch“ und „Par-ship“. Vor der Halbzeitpause trat Überraschungsgast Klaus Danner aus Schechen auf und sang „Du oder Koane“. Nach der Pause überraschte Bernhard Stiller mit einem gewagten Outfit. Er trug zu einem Business-Jackett eine bayerische Unterhose. Die Bekleidung wurde schnell klar, er erzählte über das Leben im Homeoffice. Durch das Programm führte der Vorsitzende des Theatervereins Helge Wilke. Der vom ASV geplante Weihnachtsmarkt, der irische Weihnachtsmarkt „Little Irish Christmas“ und der Glühweinstand vom Burschenverein fielen wieder der Pandemie zum Opfer. hri